Gesundheitliche Auswirkungen der Klimakatastrophe

Gesundheitliche Auswirkungen der Klimakatastrophe

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Was sind Erkrankungen als Folge der Klimakatastrophe?

  • Die Klimakatastrophe wirkt sich durch steigende Temperaturen, Extremwetterlagen wie Hitzewellen und Hochwasser sowie Folgeerscheinungen wie Dürre und Wassermangel auf die Gesundheit der Bevölkerung aus.
  • Dies betrifft bereits in hohem Maße den afrikanischen Kontinent und andere Regionen im Bereich des Äquators.
  • Aber auch in Mitteleuropa sind bereits erhebliche Folgen des Klimawandels mit gesundheitlichen Auswirkungen zu spüren.
  • Das Jahr 2023 war das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen (1881), nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Gesundheitliche Auswirkungen von Hitze

  • Hitzewellen und insgesamt steigende Temperaturen beeinträchtigen die Gesundheit. Während der Hitzewellen sind besonders kleine Kinder (besonders Neugeborene), Schwangere, Pflegebedürftige, chronisch Erkrankte und ältere Personen stark belastet.
  • Anfällige Personen können durch vermehrtes Schwitzen so austrocknen, dass es zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Blutgerinnseln in den Venen (Thrombose) kommen kann.
  • Auch die Nieren können durch Flüssigkeitsmangel so stark belastet sein, dass ihre Funktion eingeschränkt wird.
  • Für Schwangere können Hitzewellen ebenfalls gefährlich sein und führen zu einem erhöhten Risiko für Früh- und Totgeburten.
  • Hitze führt zu Stress, kann die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und sogar Aggressivität und Gewaltbereitschaft fördern.
  • Bei Kindern, älteren und chronisch Erkrankten, aber auch bei Personen, die im Freien arbeiten oder Sport treiben, besteht die Gefahr von Überhitzung und Hitzschlag.
  • Weitere Informationen finden Sie in unserem Hitze-Ratgeber.

Infektionskrankheiten 

  • Durch den allgemeinen Temperaturanstieg siedeln sich hierzulande Insekten an, die in Mitteleuropa eigentlich nicht heimisch sind, wie beispielsweise die Asiatische Tigermücke.
  • Sie kann auch in Europa Krankheiten übertragen, die bisher eher in subtropischen und tropischen Regionen vorkamen: Zikavirus-Infektion, Chikungunya-Viruskrankheit, West-Nil-Fieber und Dengue-Fieber.
  • Im zunehmend wärmeren Klima vermehren sich auch Zecken verstärkt, die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose übertragen. In heißen Jahren sind die FSME-Fallzahlen besonders hoch. Durch milde Temperaturen, auch im Winter, sind Zecken winteraktiv und können auch im Winterhalbjahr ansteckend sein.
  • Hohe Wassertemperaturen (über 20 °C) führen zu einer Vermehrung von krankheitserregenden Vibrionen (Vibrio vulnificus) in der Ostsee und von Blaualgen (Cyanobakterien) in Seen.

Atemwegserkrankungen

  • Durch längere und heißere Sommer ist die Pollenflugzeit verlängert oder verschoben und führt zu einer erhöhten Belastung für Allergiker*innen.
  • Außerdem kommt es insgesamt zu einem Anstieg allergischer Erkrankungen, wie Asthma und Heuschnupfen.
  • Aufgrund des wärmeren Klimas siedeln sich in Deutschland besonders allergieauslösende invasive Pflanzenarten an, z. B. die Beifuß-Ambrosie, die ursprünglich aus Nordamerika stammt.

Psychische Erkrankungen

Hauterkrankungen

  • Durch den Klimawandel steigt die Sonneneinstrahlung und damit die Belastung durch die UV-Strahlung.
  • Schon jetzt steigen die Erkrankungszahlen an weißem (Spinaliom, Basaliom) und schwarzem Hautkrebs (Melanom) an.
  • Außerdem kann es zu vermehrtem Auftreten von Sonnenekzem und Sonnenbrand kommen.
  • Wärmeliebende Pflanzenschädlinge, wie der Eichenprozessionsspinner und andere Raupenarten mit Brennhaaren, können sich im wärmeren Klima besser vermehren.
    • Dies führt zu einer Zunahme der Raupendermatitis, die durch die Brennhaare der Raupen verursacht wird und auch mit Atembeschwerden und Augenreizungen einhergehen kann.

Besondere gesundheitliche Folgen für Kinder

  • Starkregen, Überschwemmungen und Dürre wirken auch auf die Menge und die Qualität von Trinkwasser aus.
    • Es kann zum vermehrten Auftreten von infektiösen Durchfallerkrankungen kommen.
    • Kinder, besonders Kleinkinder und Säuglinge sind hierfür besonders anfällig.
  • Auch für das Auftreten von Hitzeschäden sind Kinder ebenfalls besonders gefährdet.
  • Der oben beschriebene vermehrte und verlängerte Pollenflug betrifft auch besonders Kinder mit allergischen Erkrankungen, wie Asthma.
  • Mit einer erheblichen psychischen Belastung von Kindern als Folge der zukünftig zunehmenden Naturkatastrophen ist ebenfalls zu rechnen.

Wann sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?

  • Die Untersuchungen und Behandlung der oben genannten Krankheitsbilder, die als Folge von Klimaveränderungen auftreten können, werden in den entsprechenden verlinkten Patienteninformationen detailliert beschrieben.
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