Regenbogenhautentzündung (Iridozyklitis)

Regenbogenhautentzündung (Iridozyklitis)

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Was ist eine Iridozyklitis und was ist eine Uveitis?

Definition

Die Entzündung der Augenhaut (Uvea) kann in verschiedenen Abschnitten des Auges auftreten, am häufigsten betrifft sie die Vorderkammer des Auges. Dort befindet sich die pigmentierte Haut des Auges, die als Regenbogenhaut oder Iris bezeichnet wird und deren Färbung unsere Augenfarbe bestimmt. Sie bildet die Umrandung für das Sehloch (Pupille), die als Blende für das ins Auge einfallende Licht funktioniert. Da in der Regel der Strahlenkörper (Ziliarkörper) des Auges, an dem die Iris aufgehängt ist, mitbetroffen ist, lautet der medizinische Fachbegriff Iridozyklitis.

Symptome

Eine Iridozyklitis kann sich plötzlich oder schleichend an einem oder beiden Augen entwickeln.

Die Augen sind typischerweise schmerzhaft gerötet und tränen, sie reagieren sehr empfindlich auf Licht. Die betroffenen Personen sehen meist unscharf, und es können Sehstörungen wie Lichtblitze oder Schatten, die an kleine Fliegen erinnern, hinzukommen. Die Pupille zeigt sich häufig verkleinert und unregelmäßig geformt.

Eine Iridozyklitis kann auch ohne Symptome auftreten.

Ursachen

Welche Vorgänge der Erkrankung im Einzelnen zugrunde liegen, ist bisher nicht abschließend geklärt.

In den meisten Fällen liegt keine andere Grunderkrankung vor. Es gibt jedoch Hinweise auf einen Zusammenhang mit:

Abwehrprozesse des Körpers im Rahmen einer Infektion mit beispielsweise:

Die häufigste Ursache einer Augenhautentzündung bei Kindern ist eine rheumatische Erkrankung, die sog. juvenile idiopathische Arthritis. 10 % der Kinder mit juveniler idiopathischer Arthritis erleiden innerhalb der ersten 4 Erkrankungsjahre eine Iridozyklitis.

Häufigkeit

Die Erkrankung ist relativ selten, meist tritt sie bei Personen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf, bei Männern häufiger als bei Frauen.

In weit mehr als der Hälfte der Fälle betrifft sie den vorderen Abschnitt des Auges, die anderen Abschnitte der Augenhaut, wie Glaskörper, Netzhaut oder Aderhaut, sind wesentlich seltener betroffen.

Untersuchungen

Nachdem Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin Ihre Symptome geschildert haben, wird er/sie Ihre Augen ansehen und das o. g. typische Erscheinungsbild vorfinden. Falls es bereits zum zweiten Mal zu einer Iridozyklitis gekommen ist, kann auch eine Blutuntersuchung sinnvoll sein, um eine möglicherweise zugrunde liegende Erkrankung festzustellen (siehe Ursachen).

Um die Diagnose zu sichern, sollte zeitnah die Vorstellung in einer augenärztlichen Praxis erfolgen. Dort können weitere Untersuchungen am Auge gemacht werden, um eine Beteiligung weiterer Augenabschnitte zu diagnostizieren, oder um Hinweise für eine vorliegende Grunderkrankung zu finden.

Falls sich Hinweise auf eine Grunderkrankung finden, kann auch ein Röntgen der Lunge oder ein MRT des Gehirns notwendig sein.

Behandlung

In der Regel werden Sie an eine augenärztliche Praxis überwiesen, in der dann auch die Behandlung der Entzündung und von Schmerzen veranlasst wird. Hierbei können entzündungshemmende bzw. kortisonhaltige Augentropfen oder Tabletten zum Einsatz kommen sowie zusätzlich Medikamente, die die Funktion des Immunsystems dämpfen (Immunsuppressiva).

In der akuten Phase erfolgt eine engmaschige augenärztliche Überwachung. Eine zeitnahe Behandlung nach der Diagnosestellung ist entscheidend, da die Augenhautentzündung sonst zu Komplikationen führen kann.

Außerdem sollte eine möglicherweise zugrunde liegende entzündliche Erkrankung, die weitere Organe betrifft, behandelt werden.

Je nachdem, welcher Augenabschnitt betroffen ist, kann es darüber hinaus notwendig werden, durch eine Operation zu behandeln. Sie sollte an einem spezialisierten Zentrum durchgeführt werden.

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