Heiserkeit
Heiserkeit
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Was ist Heiserkeit?
Unter Heiserkeit (medizinisch: Dysphonie) wird eine Veränderung der Stimme verstanden, die sich durch ein raues oder belegtes Klangbild bemerkbar macht. Etwa ein Drittel aller Erwachsenen leidet mindestens einmal im Leben unter Heiserkeit. Oft wird sie durch eine Infektion der oberen Atemwege verursacht, durch Rauchen oder wenn die Stimme überbeansprucht wird, was häufig bei Lehrenden und Sänger*innen vorkommt.
Was kann die Ursache sein?
Häufige Ursachen
- Akute Heiserkeit durch eine Überlastung des Stimmapparates
- Das betrifft vor allem Menschen, die viel Sprechen, Singen oder Schreien. Eine Schonung der Stimme hilft in diesen Fällen meist.
- Akute Heiserkeit durch eine Kehlkopfentzündung (akute Laryngitis)
- Ursache ist meist eine harmlose Infektion der oberen Atemwege durch Viren, selten auch durch Bakterien. Es können zeitgleich Halsschmerzen und Husten auftreten. Die Symptome klingen meist nach 10 Tagen bis 4 Wochen von allein wieder ab.
- Akute Kehlkopfentzündung bei Kleinkindern (Pseudokrupp)
- Dazu kommt es infolge einer Infektion der oberen Atemwege mit Viren. Symptome sind neben Heiserkeit ein bellender Husten und Atembeschwerden mit typischem Pfeifgeräusch beim erschwerten Einatmen (Stridor). Der Zustand verbessert sich in der Regel rasch, wenn das Kind kühle Luft einatmet.
- Chronische Heiserkeit durch eine Kehlkopfentzündung (chronische Laryngitis)
- In den meisten Fällen kommt es durch eine dauerhafte Reizung des Stimmapparates dazu, durch langjährigen Tabakkonsum oder Alkoholmissbrauch. Auch Sodbrennen, allergische Erkrankungen der Atemwege oder auch eine COVID-19-Infektion können chronische Heiserkeit verursachen.
- Heiserkeit bei älteren Menschen
- Diese tritt bei fast jeder vierten Person über 65 auf. Ursache sind Gewebeveränderungen durch den Alterungsprozess und eine geschwächte Atmung.
Seltene Ursachen
- Verletzungen
- Traumata der Stimmbänder durch Schläge oder Tritte, eine Operation oder künstliche Beatmung (Intubation)
- Stimmlippenpolypen
- Dabei handelt es sich um gutartige Tumoren der Stimmbänder, die durch Rauchen oder intensiven Gebrauch der Stimme („Sängerknötchen“) entstehen können. Als Therapie wird ein Stimmtraining eingesetzt.
- Lähmung der Stimmbandnerven
- Dazu kann es durch Operationen, eine Intubation oder selten auch durch ein Schilddrüsenkarzinom kommen.
- Medikamente
- Verschiedene Arzneimittel können durch ihre Wirkungsweise zu Heiserkeit führen, vor allem bestimmte kortisonhaltige Mittel, die inhaliert werden.
- Neurologische Erkrankungen
- Infolge z. B. der Parkinson-Krankheit kann es zu einer Lähmung oder fehlenden Kontrolle der Muskeln im Bereich des Kehlkopfes kommen.
- Psychische Ursachen
- Akuter oder chronischer Stress, einschneidende psychische Erlebnisse, Angst oder Depressionen können zur Beeinträchtigung der Stimme bis hin zum Stimmverlust führen.
- Kehlkopfkrebs
- Bei dieser bösartigen Tumorerkrankung kann es neben chronischer Heiserkeit zu Husten, einem Fremdkörpergefühl im Hals und Schmerzen beim Schlucken kommen.
Wann sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?
Sollte die Heiserkeit länger als 4 Wochen anhalten, sollten Sie ärztlichen Rat suchen. Ebenso bei längerfristigen Schluckbeschwerden und Schmerzen beim Schlucken, blutigem Husten, Atemnot, Stridor, Gewichtsabnahme, langjährigem Tabak- oder Alkoholkonsum sowie bei einer sichtbaren oder tastbaren Schwellung des Halses.
Untersuchungen
In der hausärztlichen Praxis wird der Hals- und Rachenraum untersucht, die Schilddrüse abgetastet, der Hals auf geschwollene Lymphknoten untersucht und gegebenenfalls die Körpertemperatur gemessen. Die Ärztin/der Arzt wird sie zudem nach der Dauer der Heiserkeit fragen, nach weiteren Symptomen und nach möglichen Ursachen, z. B. einer akuten psychischen Belastung.
Ist die Heiserkeit nach 4 Wochen nicht von allein vollständig abgeklungen, sollte eine Überweisung zu Spezialist*innen für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde zur weiteren Abklärung erfolgen. Das gilt auch bei Atemschwierigkeiten, bei Verdacht auf einen bösartigen Tumor oder wenn die Stimme beispielsweise aus beruflichen Gründen stark belastet ist.
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