Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Müdigkeit und Abgeschlagenheit

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Was sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit?

Müdigkeit kann sich als Schlappheit, Mangel an Energie, Erschöpfung, Ermüdung, frühe Ermüdbarkeit, Schläfrigkeit und Einschlafneigung äußern. Eine große Anzahl von körperlichen, seelischen und sozialen Ursachen kommt infrage, oft in Kombination. Häufig lässt sich auch keine eindeutige Ursache feststellen.

Viele Menschen suchen aufgrund von Müdigkeit ärztlichen Rat. Manchmal ist Müdigkeit die Hauptursache, wenn ärztliche Hilfe gesucht wird, in anderen Fällen ist sie nur einer von mehreren Faktoren.

Was kann die Ursache sein?

Müdigkeit und Abgeschlagenheit können auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sein. Eine große Zahl von körperlichen, seelischen und sozialen Ursachen kommt infrage, oft in Kombination. Häufig wird jedoch keine eindeutige Ursache gefunden. Schwere körperliche Erkrankungen, die sich nur durch Müdigkeit äußern, sind selten.

Generell können praktisch alle Erkrankungen mit Müdigkeit einhergehen. Müdigkeit ist kein typisches Symptom für eine bestimmte Erkrankung. In der Regel treten bei körperlichen Erkrankungen weitere Symptome auf, die dann Grund für eine genauere Abklärung sein können.

Eisenmangel, Vitamin-D-Mangel, niedriger Blutdruck, Unterzucker, Amalgambelastung, Unverträglichkeiten und Candida (Hefepilze) im Darm sind keine hinreichenden Erklärungen für Müdigkeit.

Wichtig ist, sich nicht vorschnell auf bekannte Erkrankungen oder auffällige Laborwerte als Müdigkeitsursache festzulegen. Betroffene und Ärzt*innen sollten soziale und psychische Aspekte nicht außer Acht lassen.

Häufige Ursachen

Falls eine psychische oder körperliche Ursache für die Müdigkeit besteht, haben  Betroffene in der Regel weitere Beschwerden, die auf diese Ursache hinweisen. Müdigkeit als einziges Zeichen einer schweren Erkrankung wäre ungewöhnlich. Diese weiteren Beschwerden werden im Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt erfragt.

Seltene Ursachen

  • Störungen des Wasser- und Hormonhaushalts
  • Tumore
  • seltenere chronische Infektionen, z. B. Herzklappenentzündung
  • Prämenstruelles Syndrom
  • Psychiatrische Erkrankungen, wie z. B. Schizophrenie

Wann sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?

Sie sollten einen Termin in Ihrer Hausarztpraxis vereinbaren, wenn das Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung Sie übermäßig belastet oder Sie keine Erklärung dafür finden können.

Bei folgenden Symptomen/Beschwerden sollten Sie unverzüglich ärztliche Hilfe suchen:

  • ungewollte Gewichtsabnahme, Nachtschweiß
  • geschwollene Lymphknoten
  • veränderte Stuhlgewohnheiten, Blut im Stuhl
  • Knoten in der Brust
  • mehr als 8 Wochen andauernder Husten
  • Nervenausfälle, z. B. Lähmungen, Sprechstörung
  • Gelenkschwellung, Hautveränderungen, Fieber
  • geschwollene Knöchel, Atemnot
  • schwere Depression, Suizidgedanken
  • starke Tagesschläfrigkeit, z. B. mit Einschlafen im Straßenverkehr.

Untersuchungen

Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird Sie körperlich untersuchen und in der Regel dabei in den Rachen schauen, Herz und Lunge abhören, den Bauch abtasten, Puls und Blutdruck messen, Ihre Lymphknoten tasten und Ihre Reflexe überprüfen.

Falls keine Erklärung für Ihre Müdigkeit vorliegt, wird Ihnen Blut abgenommen. Dabei wird auch die Schilddrüsenfunktion überprüft.

Nur wenn sich Hinweise auf eine bestimmte Erkrankung ergeben, werden weitere Untersuchungen durchgeführt.

Behandlung

Falls eine ursächliche Erkrankung für die Müdigkeit gefunden wird, wird diese nach Möglichkeit therapiert, z. B. eine Depression, ein Schlafapnoe-Syndrom oder eine Infektion. Eventuell werden Sie an entsprechende Spezialist*innen überwiesen. Bei einer Suchterkrankung wird eine Entwöhnungsbehandlung angeboten.

Falls die Müdigkeit ungeklärt bleibt, wird Sie Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt in wenigen Wochen wieder einbestellen. 

Verhaltenstherapie und schrittweise aktivierende Maßnahmen können die Müdigkeit und das Allgemeinbefinden verbessern. Stärkungsmittel und „Aufbauspritzen“ sind nicht wirksam.

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