Handekzem
Handekzem
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Was ist ein Handekzem?
Definition
Das Handekzem ist ein entzündlicher juckender Hautausschlag der Hände. Verschiedene Symptome können auftreten. Dabei wird eine Reihe von Unterformen unterschieden.
Ein akutes Handekzem dauert weniger als 3 Monate an und tritt nicht öfter als 1-mal pro Jahr auf. Wenn das Handekzem länger als 3 Monate anhält oder mindestens 2-mal pro Jahr auftritt, verläuft es chronisch.
Symptome
Das häufigste Symptom ist der Juckreiz. Außerdem können Schmerzen, Brennen und Stechen der Haut auftreten.
Ein akutes Handekzem zeigt sich durch gerötete Haut, Schwellungen, Nässen, Krusten, Knötchen und Bläschen. Bei einem chronischen Handekzem ist die Haut verdickt, schuppig und rissig. Manchmal ist das Ekzem auf die Fingerkuppen beschränkt (sog. Pulpitis).
Ein nummuläres Ekzem zeigt sich durch münzförmige Flecken, die sich häufig auf dem Handrücken befinden.
Beim dyshidrotischen Ekzem bilden sich Bläschen an Handinnenflächen und Fußsohlen.
Ursachen
Verschiedene Faktoren können zur Entwicklung eines Handekzems beitragen. In bis zu 59 % der Fälle wird das Handekzem durch Umweltfaktoren hervorgerufen. Die Entzündung der Haut kann durch Reizstoffe (irritatives Kontaktekzem), Allergien oder atopische Veranlagung verursacht werden.
Ein erhöhtes Risiko besteht bei
- (früherer) atopischer Dermatitis
- Kontaktallergien
- kalten/trockenen Wetterbedingungen und geringer Luftfeuchtigkeit in Innenräumen
- Nikotinkonsum
- niedrigem Bildungsgrad
- Stress
- Tätigkeiten in feuchter Umgebung oder mit hautbelastenden Chemikalien oder Allergenen
- Dazu zählen u. a. Berufe wie Friseur*innen, Reinigungskräfte, Beschäftigte im Gesundheitswesen, Bäcker*innen, Fleischer*innen, Florist*innen, Beschäftigte in Bauberufen und der Bearbeitung von Metallen.
Häufigkeit
- Das Handekzem ist eine häufige Hauterkrankung. Im Jahr sind 9,1 % der Bevölkerung betroffen, Frauen häufiger als Männer.
- In bestimmten Berufen mit hohem Risiko erkranken bis zu 40 % an einem Handekzem.
Untersuchungen
- Im ärztlichen Gespräch wird versucht, die Ursache zu klären. Dazu werden Vorerkrankungen, Allergien, Kontakt mit Reizstoffen, Medikamenteneinnahme und Nikotinkonsum erfasst.
- Hände und ggf. Füße werden begutachtet und die Haut untersucht.
- Bei langanhaltenden Handekzemen oder Verdacht auf eine Kontaktallergie werden Allergietests veranlasst. In der Regel wird ein sog. Epikutantest (Patch-Test) durchgeführt, bei dem Allergene auf die Haut aufgetragen und mit einem Pflaster abgedeckt werden. In bestimmten Fällen kann auch ein Pricktest durchgeführt werden.
- Weitere Untersuchungen sind nur selten erforderlich.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach den Symptomen und dem Schweregrad des Ekzems.
Medikamente
- Das Handekzem wird mit Kortisoncreme behandelt. Die Stärke richtet sich nach dem Schweregrad.
- Tragen Sie die Creme 1-mal täglich dünn auf, bis das Ekzem abgeheilt ist. Im Anschluss kann die Kortisoncreme 2-mal pro Woche angewendet werden, um Rückfällen vorzubeugen.
- Alternativ können sog. Calcineurinininhibitoren (Tacrolimus) eingesetzt werden.
- Wenn die lokale Therapie nicht ausreicht, können bei einem mittelschweren bis schweren chronischen Handekzem Medikamente zum Einnehmen verschrieben werden (z. B. Alitretinoin).
- Je nach Ausprägung des Ekzems können unterstützend weitere Lokalbehandlungen angewandt werden, z. B. Gerbstoffe, antiseptische Wirkstoffe, feuchte Umschläge oder Leitungswasseriontophorese.
- Bei verdickter und rissiger Hornhaut werden Salben mit Salicylsäure oder Harnstoff empfohlen.
Weitere Behandlungsformen
Bei einem schweren oder chronischen Handekzem kann eine Phototherapie mit UV-Licht angewendet werden, wenn die Behandlung mit Kortisoncreme nicht hilft.
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