Depression

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    • die nächste psychiatrische Klinik
    • die Rettungsleitstelle unter der Telefonnummer 112
    • die Polizei unter der Telefonnummer 110

Was ist eine Depression?

Definition

Personen, die an einer Depression erkrankt sind, fühlen sich über längere Zeit (mindestens 2 Wochen) anhaltend traurig, bedrückt oder niedergeschlagen und verlieren das Interesse an Dingen, die ihnen zuvor Spaß gemacht haben. Betroffenen fällt es schwer, sich zu einer Tätigkeit aufzuraffen (Antriebslosigkeit). Eine Depression kann sehr unterschiedlich verlaufen:

  • Bei einer depressiven Episode halten die Beschwerden über eine begrenzte Zeit an und klingen dann wieder ab (ohne Behandlung meist nach 6–8 Monaten, unter Behandlung nach ca. 4 Monaten), in seltenen Fällen kann die Depression mehr als 2 Jahre anhalten.
  • Depressive Episoden können einmalig auftreten oder wiederkehren (rezidivierend). In vielen Fällen, besonders ohne Behandlung, treten nach einer depressiven Episode später weitere auf.
  • Bei einer bipolaren Störung können sich die depressiven Episoden mit manischen Phasen abwechseln.
  • Die sog. Wochenbettdepression kann als mütterliche Depression bereits während der Schwangerschaft oder Wochen nach einer Geburt auftreten.
  • Die sog. Winterdepression setzt jedes Jahr etwa zur gleichen Zeit ein und klingt von selbst wieder ab, oft geht sie mit gesteigertem Appetit oder Gewichtszunahme und einem erhöhten Schlafbedürfnis einher.
  • Falls die Symptome weniger stark ausgeprägt sind als bei einer Depression, wird das Krankheitsbild als Dysthymie bezeichnet. Betroffene leiden bei dieser Erkrankung über Jahre an einer Beeinträchtigung ihrer Stimmung, die weniger stark ausgeprägt ist als eine Depression.

Symptome

Eine Depression ist ein Zustand innerer Erschöpfung. Der Alltag erscheint nicht mehr bewältigbar, die Freude am Leben ist verloren. Andere Menschen können den psychischen Zustand der Betroffenen oft nur schwer verstehen. 

Die Diagnose einer Depression wird nach standardisierten Kriterien gestellt, auch wenn die seelische Notlage des einzelnen Menschen sehr persönlich und individuell ist. 

Für die Diagnose sind mindestens zwei Hauptsymptome gefordert:

  • Gedrückte, depressive Stimmung
  • Freudlosigkeit und Verlust von Interesse
  • Antriebsmangel und erhöhte Ermüdbarkeit

Zusatzsymptome entscheiden mit über die Schwere der Depression:

  • Verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Gedächtnisstörungen
  • Reduziertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Schuldgefühle und unbegründete Selbstvorwürfe
  • Unruhe, Aggression, Nervosität oder im Gegenteil Lethargie und Verlangsamung
  • Negative Zukunftsperspektive, Hoffnungslosigkeit
  • Lebensmüdigkeit, Gedanken oder Absichten, sich das Leben zu nehmen
  • Schlafstörungen, meist in Form von Durchschlafstörungen oder frühem Erwachen
  • Ab- oder Zunahme von Appetit und Gewicht

Dabei können auch viele unterschiedliche körperliche Beschwerden auf eine Depression hinweisen, z. B. Rücken-, Kopf- und Bauchschmerzen, Beschwerden am Herzen oder Atemnot, Verdauungsprobleme wie Übelkeit oder Magendruck, Durchfall oder Verstopfung, Schwindel und Sehstörungen sowie verminderte sexuelle Lust (Libido) oder Potenzstörungen. Diese Symptome können auf eine Depression, aber auch auf andere Erkrankungen hinweisen. Daher ist bei anhaltenden Beschwerden eine einmalige sorgfältige ärztliche Abklärung notwendig.

Ursachen

Depressionen entstehen wie die meisten psychischen Erkrankungen aufgrund eines Zusammenspiels genetischer und biologischer Einflüsse sowie von Umwelteinwirkungen; insbesondere soziale und psychologische Faktoren spielen eine wichtige Rolle (z. B. erlernter Umgang mit Stress und Belastung). Dieses Zusammenspiel ist so komplex, dass man es bisher nur teilweise verstanden hat. Auch eine Störung der Hormone oder Botenstoffe des Gehirns wird immer wieder diskutiert.

Schwere körperliche Erkrankungen verursachen psychische Belastungen und erhöhen das Risiko für Depressionen. Depressionen wiederum erhöhen das Risiko für chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus oder Schmerzen. 

Risikofaktoren für das Auftreten einer Depression sind:

Sozialstruktur

  • Weibliches Geschlecht
  • Höheres Lebensalter
  • Familienstand alleinstehend
  • Niedriger sozioökonomischer Status (z. B. arbeitslos, unsichere oder schlecht bezahlte Arbeit)
  • Ethnische Minderheit
  • Wohnen in städtischer Umgebung und in Mietwohnungen

Biologie

  • Depressive Störungen bei Angehörigen
  • Chronische Erkrankungen
  • Adipositas (Übergewicht)
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder Schilddrüsenerkrankung
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • Chronische Schmerzen
  • Hormonelle Veränderungen (Pubertät, Schwangerschaft/Wochenbett, Perimenopause)

Psyche

  • Depression oder Suizidversuche in der Vergangenheit
  • Andere psychische Probleme oder Krankheiten
  • Einsamkeit, soziale Isolation
  • Traumatische Erfahrungen in der Vorgeschichte (z. B. Krieg, Gewalt, Flucht, sexueller Missbrauch)
  • Aktuell belastende Lebenserfahrungen (z. B. Trauer, Konflikte, Beziehungskrisen)
  • Suchterkrankungen
  • Chronischer Stress und Überforderung

Häufigkeit

Die Depression ist die häufigste psychische Erkrankung und eine der häufigsten Krankheiten überhaupt. In Deutschland erleiden in ihrem Leben 15–20 % der Menschen eine depressive Erkrankung. Das heißt, jede 5. Person erkrankt im Laufe ihres Lebens. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Es gibt zwei Altersgipfel, in denen Depressionen besonders häufig auftreten: mit 20–30 Jahren und 50–60 Jahren. Ersterkrankungen nach dem 60. Lebensjahr sind selten.

Untersuchungen

Anamnese – das ärztliche Gespräch

Häufig suchen Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, ärztliche Hilfe wegen anderer, meist körperlicher Beschwerden. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, dann sind Sie vielleicht zunächst überrascht, wenn die Ärzt*innen Sie fragen, wie Ihre Stimmung in letzter Zeit war bzw. ob Sie sich oft lust- und antriebslos fühlten.

Um festzustellen, ob Sie an einer Depression leiden, ist ein ausführliches Gespräch über Ihr seelisches und körperliches Befinden unverzichtbar. Dabei werden neben den Symptomen u. a. Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme und Lebensumstände erfragt.

Ergänzend können Angehörige hilfreiche Informationen geben. Standardisierte Fragebögen helfen, die Diagnose zu sichern und zwischen einer Depression und anderen Erkrankungen zu unterscheiden. Damit können u. a. auch die Schwere der Erkrankung, ihre Entwicklung sowie das Ansprechen auf eine Behandlung eingeschätzt werden.

Körperliche Untersuchung

Je nach berichteten Symptomen und zum Ausschluss von körperlichen Erkrankungen erfolgt eine körperlich-neurologische Untersuchung. Außerdem kann es oft sinnvoll sein, Blutwerte zu bestimmen und ein EKG durchzuführen (um andere Erkrankungen auszuschließen oder vor einer geplanten Behandlung mit Medikamenten).

Überweisung zu Spezialist*innen

Manchmal ist die Behandlung in der allgemeinmedizinischen Praxis ausreichend, aber bei schweren Symptomen, Verschlechterung oder fehlender Besserung unter Therapie kann eine Überweisung zu Spezialist*innen erfolgen (Psychiater*in/Psychotherapeut*in). Dort können weitere Untersuchungen vorgenommen werden (z. B. psychologische Tests) und eine Psychotherapie oder Behandlung mit Medikamenten intensiviert werden. 

Einweisung in ein Krankenhaus

Notfallmäßig wird eine Einweisung erfolgen bei Eigen- oder Fremdgefährdung, zumindest wenn sich die betroffene Person in der Praxis nicht glaubhaft von Selbstmordgedanken oder aggressiven Drohungen distanziert. Bei gefährlichen Situationen kann dies zum Schutz der Patient*innen freiwillig oder – wenn nötig – unfreiwillig veranlasst werden, wird dann aber innerhalb von 24 Stunden erneut überprüft und richterlich kontrolliert.

Meist erfolgt aber die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus freiwillig oder auf Wunsch der Patient*innen bei schwerer Erkrankung und fehlender Besserung oder akuten Krisen, wie Erregungszuständen oder Stupor (kompletter Teilnahmslosigkeit, bewegungsloses Verharren).

Behandlung

Ziele der Behandlung

Ziele der Behandlung: die Symptome lindern, die Freude am Leben (wieder) erhöhen und die Teilhabe an sozialen Aktivitäten, Berufsleben, Freizeitaktivitäten wiederherstellen. Ziel ist es auch, einer erneuten Phase depressiver Symptome vorzubeugen. Dabei stehen je nach Schweregrad, Wünschen und Vorstellungen der Patient*innen viele verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Auswahl. Bei fehlender Besserung kann auch von einer Therapie auf eine andere gewechselt werden. Grundlage einer erfolgreichen Behandlung ist dabei das Vertrauensverhältnis zwischen Patient*in und Ärzt*in: Probleme, Entwicklungen, Wünsche, Ziele und Erfolge sollten offen besprochen werden.

Allgemein kann die Therapie eingeteilt werden in drei Phasen:

  1. Akuttherapie bis zur Remission (Rückgang der Krankheitssymptome): 6–12 Wochen
  2. Erhaltungstherapie: 6–12 Monate
  3. Rezidivprophylaxe (Verhinderung einer erneuten Depression) bei hohem Rückfallrisiko: länger als 1 Jahr

Psychotherapie und Therapie mit Medikamenten (Antidepressiva) gelten als gleichwertig in der Erfolgswahrscheinlichkeit. Daher sollte die Auswahl der Therapie gemeinsam getroffen werden, je nach den Möglichkeiten vor Ort und abhängig von den Krankheitssymptomen.

Schulung und Informationsvermittlung

Gerade bei der Erkrankung Depression sind oft viele falsche Vorstellungen im Umlauf. Eine Aufklärung über Symptome, Ursachen, Verlauf und insbesondere Therapieansätze ist daher sehr wichtig. Informationen oder Selbsthilfeliteratur zur Tagesstruktur, Motivation und allgemeinen Lebensführung können helfen.

Auch im ärztlichen Gespräch kann informiert und beraten werden, um die Krankheit zu verstehen, Symptome zu reduzieren und Aktivitäten aufzubauen. Oft haben sich falsche Lösungsansätze eingeschlichen, die die Depression weiter verstärken. Im Gespräch kann dies erkannt und verändert werden. Manchmal reichen schon stützende und beratende Gespräche in der hausärztlichen Praxis aus, um eine Depression zu behandeln.

Es können auch digitale Gesundheitsanwendungen und Apps genutzt und teils verschrieben werden (Verzeichnis digitaler Gesundheitsanwendungen). Auch hier steht meist die Aufklärung über die Krankheit im Vordergrund sowie die Aktivierung und Besserung von Stimmung und Selbstwert.

Psychotherapie

Für die Psychotherapie ist es wichtig, zunächst geeignete Therapeut*innen zu finden. Folgende Formen der Psychotherapie werden standardmäßig von der Krankenversicherung übernommen bei Depression:

  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Analytische Psychotherapie
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • Systemische Therapie

Vor Beginn der Therapie wird ein Termin in der psychotherapeutischen Sprechstunde vereinbart, an dem eine weitere Diagnostik und Einteilung erfolgt. Danach können weitere Termine in einer Psychotherapiepraxis vereinbart werden, die ersten 2–4 Therapiestunden gelten dabei als Probestunden. Sollte der Kontakt oder das Vertrauensverhältnis nicht passen, kann zu einer anderen Praxis gewechselt werden. Therapeut*innen zu finden, ist nicht immer leicht. Dabei können Sie sich Unterstützung holen in Ihrer allgemeinmedizinischen Praxis oder bei den Krankenkassen bzw. den Terminservicestellen der gesetzlichen Krankenkassen oder im Internet (z. B. www.therapie.de).

Medikamente

Wie wirken Antidepressiva?

Antidepressiva können als alleinige Behandlung oder begleitend zu einer Psychotherapie verschrieben werden. Sie wirken sich auf Botenstoffe im Gehirn aus, die sog. Neurotransmitter. Diese Substanzen nutzt das Hirn für die Signalübertragung zwischen Nervenzellen. Viele Antidepressiva erhöhen die Menge der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin im Gehirn, was in erster Linie zu einer Verbesserung von Antrieb und Stimmung führt, im Verlauf aber auch Schlafstörungen und Konzentration verbessert. Andere Medikamente wirken eher schlafverbessernd oder stärker gegen Schmerzen.

Die meisten Antidepressiva werden erst in einer sehr niedrigen Dosis begonnen und langsam erhöht. Es kann bis zu 6 Wochen, normalerweise aber eher 3–4 Wochen dauern, bis diese positiven Effekte spürbar sind. Manchmal kann es vorkommen, dass anfangs die Stimmung noch sehr verzweifelt ist, der Antrieb aber schon besser. Bitte sprechen Sie auch jetzt bei Nebenwirkungen oder Suizidgedanken unbedingt mit Ihren Ärzt*innen.

Antidepressiva machen nicht abhängig und haben auch keinen Einfluss auf die Persönlichkeit der Patient*innen. Bei plötzlichem Absetzen können sie jedoch das sog. Antidepressiva-Absetzsyndrom auslösen.

Johanniskraut als Alternative?

Wenn eine medikamentöse Behandlung infrage kommt, ist es manchmal der Wunsch der Patient*innen, Johanniskraut als natürliches Präparat zu nehmen. Dies ist zugelassen vor allem bei einer leichten bis mittelschweren Depression. Auch hier gilt es aber, eine richtige Dosierung sowie Neben- und Wechselwirkungen zu beachten. Besprechen Sie auf jeden Fall die Einnahme mit Ihren Ärzt*innen und geben Sie an, ob Sie weitere Medikamente nehmen. Es kann zu Wechselwirkungen kommen und auch die Verlässlichkeit hormoneller Verhütungsmittel („Pille“) kann durch Johanniskraut beeinträchtigt werden.

Auswahl der Antidepressiva

Behandelnde Ärzt*innen wählen das für Sie am besten geeignete Mittel aus. Dabei wird u. a. berücksichtigt, welche Symptome im Vordergrund stehen, Ihr Alter und mögliche Begleiterkrankungen.

Wenn Nebenwirkungen auftreten, dann sind sie meist bereits in den ersten Tagen der Behandlung am stärksten und sollten im weiteren Verlauf der Behandlung abklingen. Sollte das nicht der Fall sein oder keine Wirkung zu verzeichnen sein, dann kann der Wechsel auf ein anderes Medikament erforderlich werden. Geben Sie daher bei Nebenwirkungen oder fehlender Besserung in Ihrer Arztpraxis Bescheid. 

Um zu verhindern, dass erneut eine depressive Episode auftritt, ist es wichtig, das Medikament lange genug (in der Regel 6–12 Monate, bei hohem Rückfallrisiko auch länger) weiter einzunehmen, auch wenn die Symptome bereits zurückgegangen oder bestenfalls komplett verschwunden sind. Setzen Sie die Medikamente keinesfalls plötzlich ab. Genauso wie Antidepressiva bei Behandlungsbeginn langsam gesteigert werden, sollten sie auch langsam über mehrere Wochen wieder ausgeschlichen werden.

Da die meisten Antidepressiva (auch Johanniskraut) sich auf die Wirkung anderer Medikamente auswirken können, ist es wichtig, dass alle behandelnden Ärzt*innen wissen, welche Medikamente Sie einnehmen.

Weitere Therapien

Schlafentzugstherapie (Wachtherapie)

Die Schlafentzugstherapie kommt u. U. als Begleittherapie infrage. Dabei wird die nächtliche Schlafdauer nach einem festgelegten Schema reduziert oder es wird nächteweise nicht geschlafen. Die Wachtherapie kann die Stimmung noch am selben Tag verbessern. Dieser Effekt hält oft einige Zeit an. Erwünschte Nebeneffekte sind verbesserter Schlaf und Stabilisierung des Schlaf-Wach-Rhythmus.

Lichttherapie

Die Lichttherapie hat sich vor allem als ergänzende Behandlung jahreszeitlich schwankender Depressionen (Winterdepressionen) bewährt. Sie kann auch bei anderen Formen der Depression eingesetzt werden. Man blickt dabei auf einen speziellen Leuchtschirm. Die Behandlung wird täglich am Morgen für 30–120 Minuten über mehrere Tage bis Monate durchgeführt, mit einer Lichtintensität von über 2.500 Lux.

Die Lichttherapie kann mit Medikamenten und Psychotherapie kombiniert werden. Wer auf die Behandlung anspricht, kann sie über den gesamten Winter hinweg fortsetzen.

Verfahren der Nervenstimulation

Gerell werden diese Verfahren eher bei Depressionen angewendet, die auf andere Therapieversuche nicht ansprechen.

  • Elektrokrampftherapie: Dieses Verfahren kann ergänzend zu einer medikamentösen Behandlung eingesetzt werden.  Bei der EKT selbst wird das Gehirn in Kurznarkose durch Elektroden am Kopf einer Reihe von schnellen Stromimpulsen ausgesetzt. Dies sorgt für die Auslösung eines epilepsieähnlichen Zustandes und kann anschließend die Symptome einer Depression verbessern. Oft sind mehrere EKT-Sitzungen nötig, um dauerhaft eine Verbesserung zu erreichen. Die Wirksamkeit ist in Studien gut nachgewiesen.
  • Magnetstimulation: Wiederholte Anwendung von elektromagnetischen Impulsen über eine Spule, die an der Kopfhaut angelegt wird. 
  • Gleichstromstimulation oder Vagus-Nerv-Stimulation werden nur äußerst selten angewendet.

Weitere Unterstützung

  • Selbsthilfegruppen unterstützen sowohl Erkrankte als auch Angehörige mit Informationen und Aktivitäten (lokale Gruppen siehe deutsche Depressionshilfe).
  • Sport und körperliche Aktivität insbesondere in Gruppen zeigen eine gute Wirkung zur Stimmungsverbesserung.
  • Eine Haushaltshilfe oder Kinderbetreuung kann zur Entlastung vorübergehend organisiert und verschrieben werden.
  • Es gibt weiter die Möglichkeit, ambulant durch spezialisierte psychiatrische Pflegedienste Hilfe zu bekommen oder über Sozialarbeiter*innen Unterstützung bei sozialen oder finanziellen Problemen.
  • Eventuell kommt eine Reha infrage oder eine tagesklinische Behandlung mit Ergotherapie.

Autorin

  • Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden
  • Angelika Eisenried, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München

Quellen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Depression. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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