Allergische Alveolitis
Allergische Alveolitis
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Was ist die allergische Alveolitis?
Unter allergischer Alveolitis versteht man eine Gruppe von Lungenerkrankungen, die durch eine Entzündung des Lungengewebes nach Einatmen von organischen Stäuben wie Pilzen, Bakterien, tierischen Proteinen und anderen tierischen Stäuben entsteht. Häufige Formen der Erkrankung sind Vogelhalterlunge oder Farmerlunge. Es gibt einige weitere berufsbedingte Formen der allergischen Alveolitis.
Die Entzündung betrifft die Alveolen, das heißt die Lungenbläschen, die die letzten und kleinsten Verzweigungen der Lunge bilden. Die Erkrankung kann unterschiedlich intensiv auftreten und verschiedene Symptome und Beschwerdebilder zeigen. Von Patient zu Patient kann sie zudem unterschiedlich verlaufen. Es wird zwischen der akuten, subakuten und chronischen Form unterschieden.
Am häufigsten entsteht eine allergische Alveolitis infolge von Staubexposition im Beruf. Die Erkrankung kommt darum am häufigsten in der Landwirtschaft vor und bei Menschen, die mit lebenden Vögeln arbeiten. Mit 0–10 % erkrankt nur ein kleiner Teil der Menschen, die diesen Stäuben ausgesetzt sind.
Ursachen
Die Hauptursache ist das Einatmen von organischen Stäuben, die Amöben, Pilze und Bakterien oder tierische und pflanzliche Proteine enthalten. Die Erkrankung kann allerdings auch nach der Inhalation von Chemikalien wie Isocyanaten und Säureanhydriden sowie Metallen wie Beryllium und Kobalt auftreten. Am häufigsten tritt die Erkrankung nach dem Einatmen von Pilzsporen oder Vogelproteinen auf, was zu einer Farmerlunge bzw. Vogelhalterlunge führen kann.
Die akute Form der Erkrankung entsteht durch eine allergische Überempfindlichkeitsreaktion, während die subakute Form durch wiederholte Exposition über mehrere Wochen oder Monate hervorgerufen wird. Beim chronischen Krankheitsverlauf kommt es zu einer langsameren Überempfindlichkeitsreaktion, bei der Bindegewebe in die Lungen einwächst, das heißt, normales Lungengewebe wird durch „funktionsloses“ Gewebe ersetzt, es kommt zur Lungenfibrose und nach und nach zu einer Verschlechterung der Lungenfunktion.
Von der Erkrankung sind meist Nichtraucher betroffen. Es wird angenommen, dass das Rauchen von Zigaretten einen gewissen Schutz vor der Erkrankung bietet.
Symptome
Wie bereits erwähnt, wird die allergische Alveolitis in eine akute, subakute und chronische Form unterteilt.
Die akute Form entsteht einige Stunden bis Tage nach einer starken Exposition (Allergenkontakt) und äußert sich in grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost und Husten.
Die subakute Form ist gekennzeichnet durch Atembeschwerden und Husten, oft mit einer zeitweisen Verschlechterung, die mit der wiederholten Exposition über mehrere Wochen oder Monate zusammenhängt.
Bei der chronischen Form kommt es über Monate oder Jahre hinweg zu einer schwachen Exposition. Die Erkrankung äußert sich durch Atembeschwerden, Husten, Müdigkeit und Gewichtsverlust.
Diagnostik
Die Diagnose ist bei Menschen mit Lungenproblemen, die organischen Stäuben ausgesetzt waren, angezeigt. Eine ärztliche Untersuchung kann abklären, ob eine Lungenerkrankung vorliegt, aber nicht, um welche Form es sich handelt. Blutuntersuchungen sind im Allgemeinen nur begrenzt aussagekräftig, können aber zum Beispiel zur Bestimmung von Antikörpern hilfreich sein. Die Messung der Lungenfunktion kann eine Beeinträchtigung zeigen. In der akuten und frühen Phase zeigen die Röntgenbilder in der Regel keine Veränderungen in der Lunge. Mit einer Computertomografie der Lunge kann die Erkrankung allerdings bereits frühzeitig erkannt werden. Bessert sich der Zustand, wenn eine Staubexposition vermieden wird, ist dies ebenfalls ein Hinweis auf die Erkrankung.
Bei der subakuten und chronischen Form sind charakteristische Veränderungen im Röntgenbild der Lunge und in der Computertomografie zu sehen.
Therapie
Die wichtigste therapeutische Maßnahme ist die Vermeidung des auslösenden Allergens. Durch eine rechtzeitige Diagnose und Therapie ist eine vollständige Heilung möglich.
Bei der chronischen Form kann der Verlauf der Erkrankung abgeschwächt werden, wenn die Exposition beendet und mit einer medikamentösen Behandlung begonnen wird.
Bei einem akuten Krankheitsverlauf kann eine Therapie mit Kortikosteroiden die Symptome lindern und den Verlauf verkürzen, aber die Ausbildung einer Fibrose kann damit nicht in allen Fällen ausgeschlossen werden. Auch bei einem chronischen Krankheitsverlauf ist eine Therapie mit Kortikosteroiden notwendig.
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