Thrombangiitis obliterans
Thrombangiitis obliterans
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Was ist eine Thrombangiitis obliterans?
Definition
Bei der Thrombangiitis obliterans, auch Morbus Winiwarter-Buerger genannt, handelt es sich um eine schubweise verlaufende Gefäßentzündung. Sie betrifft nicht die gesamten Blutgefäße, sondern nur bestimmte Abschnitte von kleinen bis mittelgroßen Arterien und Venen an Fingern und Zehen.
Symptome
- Die Entzündung führt zu einer Behinderung der Blutversorgung in den Extremitäten. Dadurch kommt es zu zeitweise auftretenden Schmerzen oftmals in den Füßen, nicht selten aber auch in den Händen.
- Die Erkrankung schreitet schubweise fort und kann sich auf Unterschenkel und Unterarme ausdehnen.
- Betroffene müssen aufgrund der Schmerzen beim Gehen immer mal wieder stehen bleiben. Die Symptome in den Beinen gleichen denen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) aufgrund einer Arteriosklerose.
- Mit fortschreitender Erkrankung nehmen die Schmerzen an Stärke und Dauer zu. Es können sich außerdem schmerzhafte Geschwüre entwickeln.
- Mitunter entstehen aufgrund der Minderdurchblutung auch schlecht heilende Wunden, die zum Absterben von Gewebe führen.
- Neben den Extremitäten können auch Gehirn, Augen, Herz, Lunge, Nieren und der Verdauungstrakt betroffen sein.
Ursachen
Die genaue Ursache ist unbekannt, es besteht aber ein deutlicher Zusammenhang mit starkem Rauchen. Da die Erkrankung regional sehr unterschiedlich häufig auftritt, sind wahrscheinlich auch genetische Faktoren an den Ursachen beteiligt.
Häufigkeit
In Westeuropa tritt die Erkrankung eher selten auf, in anderen Regionen häufiger. Sie trifft vor allem Personen zwischen dem 20. und 45. Lebensjahr, wobei Männer dreimal so häufig betroffen sind wie Frauen. Allerdings nimmt der Anteil der Frauen zu, wahrscheinlich infolge vermehrten Rauchens.
Untersuchungen
Hausarztpraxis
Zunächst wird sich die Ärztin oder der Arzt nach Ihren Symptomen erkundigen und sich die Haut der Extremitäten genau anschauen, ob sich dort Anzeichen einer Entzündung zeigen. Erfragt wird, welche Vorerkrankungen bestehen, und ob Sie rauchen. Mit einem Stethoskop werden die Arterien (Schlagadern) abgehört, um den Blutfluss zu überprüfen. Auch die Puls- und Blutdruckmessung an Armen und Beinen gehört zur Routine. Hinzu kommen spezielle Tests zur Beurteilung der Durchblutung. Ggf. wird mit einer Blutuntersuchung auch ermittelt, ob bei Ihnen eine erhöhte Neigung zu Blutgerinnseln oder eine Autoimmunerkrankung besteht.
Bei Spezialist*innen
Ggf. können Blutgefäße mittels einer Angiografie näher untersucht werden. Dabei wird über einen Katheter ein Kontrastmittel in das Blutgefäß gegeben, um eine hochwertige Röntgenaufnahme anzufertigen.
Behandlung
- Die Behandlung dient vor allem dazu, die Beschwerden zu lindern und eine Verschlimmerung zu verhindern.
- Bei Raucher*innen ist die mit Abstand wichtigste Maßnahme die Raucherentwöhnung. Eine Verminderung allein reicht nicht, da schon wenige Zigaretten am Tag zu einem Fortschreiten der Erkrankung führen. Auch Nikotinersatzprodukte können die Krankheitsaktivität erhöhen.
- Der Blutfluss durch die Gefäße lässt sich mit verschiedenen Medikamenten verbessern.
- Hilfreich kann auch eine Kompressionstherapie sein, wobei eine luftgefüllte Manschette Druck auf das betroffene Gewebe ausübt.
- In Einzelfällen können chirurgische Eingriffe eine Durchblutungsstörung verbessern, allerdings sind die Möglichkeiten begrenzt, weil die Erkrankung vor allem kleine Blutgefäße betrifft.
- Eine Schmerzverhinderung ist schwierig und erfordert häufig den Einsatz von Opioiden. Passendes Schuhwerk kann zumindest zur Linderung beitragen.
- Sollten Wunden bestehen, so ist es wichtig, durch entsprechende Hautpflege und eine Vermeidung weiterer Verletzungen Infektionen zu verhindern.
- In sehr schweren Fällen kann es schlimmstenfalls zu einer Amputation der betroffenen Gliedmaßen kommen.
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