Schnellender Finger
Schnellender Finger
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Was ist ein schnellender Finger?
Definition
Der schnellende Finger, auch Springfinger oder Schnappfinger genannt, ist eine relativ häufige Erkrankung. Ringfinger, Daumen und Mittelfinger sind am häufigsten betroffen.
Die Ursache des schnellenden Fingers ist eine Reizung und Schwellung an der Beugesehne des betroffenen Fingers, die dazu führt, dass die Sehne (der Finger) in gebeugter Stellung blockiert. Die englische Bezeichnung „Trigger Finger“ ist angelehnt an die oftmals typische Position des Fingers, die an die Haltung des Zeigefingers beim Abfeuern einer Waffe erinnert. Häufig schaffen es die Betroffenen nicht, den Finger aktiv zu strecken, aber mithilfe der anderen Hand lässt sich die Blockade des Fingers schnell lösen.
Symptome
Ein schnellender Finger liegt vor, wenn ein Finger in einer gebeugten Position blockiert. Die Erkrankung ist schmerzhaft und unangenehm. Die betroffene Sehne ist geschwollen. Manchmal kann die Beugesehne einen schmerzhaften Klick von sich geben, wenn der betroffene Finger gebeugt oder gestreckt wird.
Häufig kann der Widerstand überwunden werden, indem Sie den Finger mit der anderen Hand nach hinten biegen oder gerade ausrichten.
Ursachen
Die Ursache ist unbekannt. In einigen Fällen kann eine bestimmte Belastung oder Druck gegen die Sehne einen schnellenden Finger auslösen, z. B. durch Schreibtischtätigkeit, Klavierspielen oder Handwerken. In der Regel entsteht die Erkrankung jedoch von selbst.
Erkrankungen wie Diabetes, Gicht oder rheumatoide Arthritis können zu Umbauprozessen der Sehne führen, die einen schnellenden Finger begünstigen. Häufig bestehen gleichzeitig andere Sehnenerkrankungen der Hand oder ein Karpaltunnelsyndrom.
Die Muskelsehnen der Finger sind in einigen Bereichen von Sehnenscheiden umgeben. Diese ermöglichen eine gleitende Bewegung der Beugesehnen. Wenn die Sehne aufgrund einer Entzündung oder Reizung geschwollen ist, wird die Beweglichkeit im engen Bereich der Sehnenscheide eingeschränkt (siehe Abbildung). Die Sehne hängt an der Sehnenscheide fest. Sobald der verdickte Abschnitt der Sehne von der Sehnenscheide frei wird, ist wieder eine normale Bewegung möglich.
Häufigkeit
Die Erkrankung ist relativ häufig und tritt vor allem im 5. und 6. Lebensjahrzehnt auf. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.
Untersuchungen
- Die Krankengeschichte ist in der Regel typisch und erlaubt die Diagnose der Erkrankung.
- Die Ärztin/der Arzt untersucht den Finger, um zu sehen, ob eine Schwellung der Sehne vorhanden ist. Weitere Untersuchungen sind in der Regel nicht nötig.
Behandlung
- Bei leichten Beschwerden, die seit weniger als 3 Monaten bestehen, wird der betroffene Finger für 3–6 Wochen mit einer Schiene ruhiggestellt.
Medikamente
- Bei ausgeprägten Beschwerden stellt die Injektion von Kortison um den Bereich der geschwollenen Sehne herum die erste Wahl für die Behandlung dar.
- Die Behandlung kann bis zu 2-mal in Abständen von mehreren Wochen wiederholt werden, die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Behandlung ist jedoch bei der ersten Injektion am größten.
- Die Wirkung hält häufig nach 12 Monaten noch an.
Operation
- Wenn die Kortisontherapie keine Wirkung zeigt, kann ein operativer Eingriff erforderlich sein.
- Dies kann geschehen, indem die Sehnenscheide mithilfe einer Hohlnadel geteilt wird oder durch einen herkömmlichen Eingriff, bei dem die Sehnenscheide durch eine Öffnung in der Haut geteilt wird.
- Die Operation wird in der Regel ambulant mit örtlicher Betäubung durchgeführt. Im Anschluss sollen die Finger sofort wieder bewegt werden.
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