Schleimbeutelentzündung der Ferse

Schleimbeutelentzündung der Ferse

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Was ist eine Schleimbeutelentzündung der Ferse?

Definition

Im Bereich der Achillessehne am Fersenbein (Kalkaneus) befinden sich 2 Schleimbeutel (Bursae); ein tiefer gelegener Schleimbeutel zwischen Sehne und Knochen und ein oberflächlicher zwischen Sehne und Haut. Die Entzündung eines solchen Schleimbeutels verursacht Schmerzen hinten an der Ferse. Die Begriffe Kalkaneus-Bursitis oder Bursitis retrocalcanea werden synonym verwendet.

Symptome

Die Schleimbeutelentzündung führt zu Schmerzen am Achillessehnenansatz, insbesondere an der Außenseite. Bei manchen Betroffenen treten an der gleichen Stelle eine Schwellung und Rötung auf. Die Schmerzen werden durch das Tragen von Schuhen verstärkt und sind zu Beginn einer schmerzauslösenden Aktivität besonders stark. Beim Barfußlaufen sind die Beschwerden weniger ausgeprägt.

Ursachen

Die Erkrankung kann durch eine anhaltende Reizung der Ferse z. B. durch zu enge Schuhe verursacht sein. Auch eine Achillessehnenentzündung, Haglund-Ferse oder rheumatoide Arthritis sind mögliche Ursachen.

Bekannte Risikofaktoren für die Erkrankung sind Fußdeformitäten oder eine Verletzung des Knochenfortsatzes am Fersenbein (im Kindesalter).

Häufigkeit

Am Häufigsten tritt die Erkrankung bei Personen mittleren und höheren Alters auf. Oft sind auch Sportler*innen betroffen.

Untersuchungen

  • Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte und dem klinischen Erscheinungsbild gestellt. Weitere Untersuchungen sind in der Regel nicht erforderlich.
  • Bei Verdacht auf eine Systemerkrankung als Ursache (z. B. rheumatoide Arthritis) werden Laboruntersuchungen durchgeführt.
  • Bei Verdacht auf eine Haglund-Ferse kann eine Röntgenaufnahme vom Fuß angeordnet werden.
  • Selten wird ein Ultraschall oder eine MRT angefertigt. Diese Untersuchungen können eine oberflächliche Schleimbeutelentzündung von einer tiefen unterscheiden.

Behandlung

  • In erster Linie sollte Druck auf den betroffenen Bereich vermieden werden.
  • Entzündungshemmende Schmerzmittel, z. B. Ibuprofen
  • Kortison
    • Mit einer Spritze wird Kortison in den Schleimbeutel gespritzt.
    • nur bei anhaltenden Schmerzen
    • Eine Fehlinjektion in die Sehne kann im schlimmsten Fall zu einem Riss der Sehne führen.
  • Operation
    • Der Schleimbeutel wird chirurgisch entfernt.
    • in der Regel minimalinvasiv, z. B. mit einem Endoskop (Schlüssellochchirurgie)
    • Eine Operation wird nur durchgeführt, wenn andere Therapiemaßnahmen nicht zum Erfolg führen.

Empfehlungen für Patient*innen

  • Schuhwerk wechseln: Schuhe mit offener Fersenpartie.
  • Legen Sie ein Stück Schaumgummi oder Filz, in dessen Mitte Sie ein Loch geschnitten haben, oder ein spezielles Fersenpolster unter die schmerzende Stelle.
  • Dehnen Sie Ihre Achillessehne, wobei Sie die Belastung auf die Ferse nach und nach erhöhen.
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