Akute Prostatitis

Akute Prostatitis

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Was ist eine akute Prostatitis?

Definition

Eine akute Prostatitis ist eine schmerzhafte Entzündung der männlichen Vorsteherdrüse (Prostata), die in der Regel durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien umfassen weitgehend die Erreger, die auch für Harnwegsinfekte verantwortlich sind. Je nach Krankheitsdauer, Erregern und Symptomen können Prostatitiden in vier verschiedene Typen unterteilt werden:

  • Typ I: akute bakterielle Prostatitis
  • Typ II: chronische bakterielle Prostatitis
  • Typ III: chronische nicht-bakterielle Prostatitis (entzündlich/nicht-entzündlich)
  • Typ IV: asymptomatische entzündliche Prostatitis

Symptome

Die Erkrankung äußert sich durch akut einsetzende Schmerzen im Unterleib und im Dammbereich, die in den Rücken ausstrahlen können. Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl treten auf. Die Prostata ist vergrößert und schmerzempfindlich. Mögliche weitere Symptome sind Schmerzen beim Wasserlassen, ein gestörter Harnabfluss oder ein Harnverhalt.

Ursachen

Meistens ist der Auslöser eine Harnwegsinfektion (Blasenentzündung), die sich auf die Prostata ausbreitet. Verantwortlich sind meist die gleichen Bakterien, die auch einen Harnwegsinfekt verursachen, es können aber auch seltenere Erreger auftreten.

Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane, ein geschwächtes Immunsystem, eine Phimose, Analverkehr oder eine Vorgeschichte sexuell übertragbarer Infektionen (STI) erhöhen die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer akuten Prostatitis.

Häufigkeit

Die akute Prostatitis tritt am häufigsten bei Männern zwischen 20 und 40 Jahren sowie über 70 Jahren auf. Unter Männern mit der Diagnose Prostatitis haben ca. 1–10 % eine akute bakterielle Prostatitis.

Untersuchungen

  • Die Diagnose wird auf Grundlage der typischen Symptome gestellt. Bestätigt wird sie durch einen Urinstreifentest.
  • Bei der ärztlichen Untersuchung wird die Prostata vorsichtig abgetastet, da dies sehr schmerzhaft sein kann.
  • Zusätzlich werden Urin- und Blutuntersuchungen durchgeführt. Mithilfe einer Urinkultur kann der Erreger bestimmt und die Wahl des Antibiotikums angepasst werden. Im Blut lässt sich auch der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) bestimmen, der bei einer Prostatitis häufig für bis zu zwei Monate nach der Abheilung erhöht ist.
  • In bestimmten Fällen erfolgt eine Überweisung zu Fachärzt*innen:
    • Bei einer transrektalen Ultraschalluntersuchung können ein Harnstau und ein Prostataabszess ausgeschlossen werden.
    • Besteht der Verdacht auf sexuelle übertragbare Erreger, wird ein Harnröhrenabstrich genommen.
  • Eine Einweisung ins Krankenhaus erfolgt, wenn der Allgemeinzustand sehr schlecht ist, der Verdacht auf eine Blutvergiftung besteht und bei Anzeichen eines Harnstaus oder Harnverhalts.

Behandlung

  • Da es sich um eine bakterielle Infektion handelt, ist eine Behandlung mit Antibiotika angezeigt.
  • Die Therapie dauert 2–4 Wochen und kann je nach Bedarf intravenös oder über Tabletten durchgeführt werden.
  • Schmerzmittel können die Beschwerden lindern.
  • Wenn der Urin nicht abfließen kann, muss ggf. ein Urinkatheter gelegt werden.
  • Ein Prostataabszess soll ab einer Größe von 1 cm durch einen kleinen Eingriff behandelt werden.
  • Es ist wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
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