Vorhautverengung (Phimose)

Vorhautverengung (Phimose)

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Was ist eine Vorhautverengung (Phimose)?

Definition

Bei einer Vorhautverengung (Phimose) lässt sich die Vorhaut nicht oder nur schwer über die Eichel zurückziehen. Dies ist bei neugeborenen Jungen normal und bessert sich mit zunehmendem Alter meist von selbst. Von einer primären Phimose spricht man, wenn die Vorhautenge auch nach der Pubertät noch besteht. Eine sekundäre Phimose tritt eher in fortgeschritte­nem Alter auf. Sie entsteht durch Entzündungen oder Einrisse, die Vorhaut kann dann vernarben.

Symptome

Häufig geht eine Vorhautverengung mit wenigen Beschwerden einher, sie kann jedoch eine Balanitis, eine Entzündung der Vorhaut und Eichel, verursachen. Eine derartige Entzündung führt zu Schmerzen, Rötung, Belägen oder Ausfluss. 

Bei Kindern kann die Vorhaut derartig verengt sein, dass kein normaler Urinstrahl möglich ist. Beim Wasserlassen kann sich die Vorhaut in diesem Fall wie ein kleiner Ballon aufblasen.

Bei Erwachsenen kann eine Phimose Beschwerden beim Geschlechtsverkehr und schmerzhafte Erektionen verursachen. Auch Beschwerden beim Wasserlassen und Harnwegsinfekte sind möglich.

Ursachen

Die Vorhaut ist bei den meisten Jungen von Geburt an verengt. Sie ist mit der Eichel verklebt. In der Regel weitet sich die Vorhaut mit zunehmendem Alter, sodass sich die Verklebungen bis zum Abschluss der Pubertät von selbst lösen. Warum sich die Vorhaut bei manchen Kindern nicht von selbst weitet, ist bislang unklar.

In einigen Fällen ist der Verengung eine Entzündung (Balanitis) oder Verletzung der Vorhaut vorausgegangen. Dadurch kann sich ein narbiger Schnürring bilden, der das Zurückziehen der Vorhaut erschwert. Die häufigste Ursache hierfür ist ein Lichen sclerosus, eine chronische Hautentzündung, die bei Männern vor allem den Penis betrifft.

Häufigkeit

Eine Vorhautverengung tritt bei fast allen männlichen Neugeborenen auf. Im Alter von 16–18 Jahren sind nur noch ca. 1 % betroffen.

Untersuchungen

  • Die Diagnose wird auf der Grundlage der o. g. typischen Symptome und Befunde gestellt.
  • Vorhaut und Penis werden ärztlich untersucht. Dabei wird auf evtl. Entzündungen und Narben geachtet.

Behandlung

  • In den meisten Fällen ist keine Behandlung notwendig, da die Vorhautverengung sich von selbst bessert.
  • Wenn die Vorhautverengung Beschwerden verursacht oder nach Abschluss der Pubertät noch besteht, wird eine Behandlung empfohlen.
  • Es ist wichtig, dass Sie nicht versuchen, die Vorhaut über die Eichel zu ziehen. Dies kann zu Rissen in der Haut, Narbenbildung und zunehmenden Beschwerden führen.

Medikamente

  • Zunächst sollte eine lokale Behandlung mit einer starken Kortisonsalbe versucht werden. Diese wird für 4 Wochen bis max. 3 Monate 1–2-mal täglich angewendet. 
  • Der Erfolg der Behandlung sollte regelmäßig ärztlich überprüft werden. Wenn sich die Vorhaut zurückziehen lässt bzw. keine Beschwerden mehr bestehen, wird die Therapie beendet.
  • Ein evtl. zugrunde liegender Lichen sclerosus wird über 3 Monate mit einer sehr starken Kortisonsalbe behandelt.

Operation

  • Wenn die lokale Behandlung keine Wirkung zeigt, kann ein operativer Eingriff in Form einer Beschneidung (Zirkumzision) erfolgen. Dabei wird die Vorhaut in der Regel vollständig entfernt.
  • Die Operation ist sehr schmerzhaft. Besonders bei Kindern wird ein solcher Eingriff sehr sorgfältig abgewogen.
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