Plantarfasziitis
Plantarfasziitis
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Was ist eine Plantarfasziitis?
Definition
Die Plantarfasziitis ist eine entzündliche Erkrankung der Sehnenplatte an der Fußsohle (Plantarfaszie). Die Plantarfaszie setzt am Fersenbein (Kalkaneus) an und verläuft fächerförmig bis zu den Zehen. Sie dient der Stoßdämpfung und stabilisiert das Längsgewölbe des Fußes. Im Falle einer Plantarfasziitis ist die Sehnenplatte auf Höhe des Sehnenansatzes am Fersenbein aufgrund von Überlastung gereizt und entzündet. Die Entzündung kann zu starken Fersenschmerzen führen.
Symptome
Charakteristisch für die Plantarfasziitis sind Fersenschmerzen im Bereich der Fußsohle. Zu Beginn treten die Schmerzen bei Belastung, im Verlauf auch in Ruhe auf. Es kann zu einer Ausstrahlung der Schmerzen in den Vorfuß kommen. Typischerweise treten die Schmerzen bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen auf.
Ursachen
Häufig beruht die Plantarfasziitis auf einer chronischen Überlastung der Sehnenplatte. Bei 83 % der Betroffenen ist die Wadenmuskulatur verkürzt. Spring- und Laufsportarten bringen ein erhöhtes Risiko für eine Plantarfasziitis mit sich. Weitere Risikofaktoren sind Berufe mit längerem Stehen und Gehen, Übergewicht, Fehlstellungen des Fußes wie Plattfuß oder Hohlfuß und eine Beinlängendifferenz. Seltener kann die Erkrankung im Zusammenhang mit rheumatischen Erkrankungen wie Morbus Bechterew oder eine reaktive Arthritis auftreten.
Häufigkeit
Jede*r Zehnte ist einmal im Leben von einer Plantarfasziitis betroffen. Die Plantarfasziitis tritt am häufigsten bei Personen zwischen 40 und 60 Jahren auf. Dabei sind Frauen etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.
Untersuchungen
Meist kann die Diagnose anhand der Krankengeschichte und der typischen klinischen Befunde gestellt werden. Typisch ist ein Druckschmerz am inneren Fersenbereich. Ein spezieller Test, bei dem die Zehen nach oben gebeugt werden, kann den Schmerz verstärken. Zusätzliche Diagnostik wie Ultraschall, MRT oder Röntgen ist nur in Ausnahmefällen nötig und wird meist zum Ausschluss anderer Erkrankungen wie Faszienriss (MRT) und Ermüdungsbruch (Röntgen) eingesetzt.
Behandlung
Die meisten Fälle von Plantarfasziitis lassen sich konservativ (ohne Operation) behandeln und mehr als 90 % der Betroffenen sind nach einem Jahr beschwerdefrei oder haben zumindest deutlich weniger Schmerzen. Der zentrale Bestandteil der konservativen Therapie sind Dehnübungen für die Wadenmuskulatur und die Plantarfaszie.
Akute Beschwerden können durch Kühlen und Entlastung des Fußes gelindert werden. Außerdem können schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente (NSAR) eingesetzt werden.
Bei chronischen Schmerzen empfiehlt sich die Verwendung einer stoßdämpfenden Einlage unter der Ferse, um diese zu entlasten. Das Tragen von gutem Schuhwerk ist wichtig: Patient*innen, die an Hohl- oder Plattfüßen leiden, sollten speziell angepasste Schuhe oder Einlagen tragen.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten wie Stoßwellentherapie und Radiotherapie (Bestrahlung) können versucht werden, wenn andere Maßnahmen nicht helfen.
In seltenen Fällen wird eine operative Therapie empfohlen. Wenn die Beschwerden trotz konservativer Behandlung über 6–12 Monate anhalten, kann die Sehnenplatte der Fußsohle gespalten oder die Sehne des Wadenmuskels eingekerbt werden. Eine Operation ist jedoch nur in etwa 5 % der Fälle notwendig.
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