Hallux rigidus (Gelenkverschleiß der Großzehe)

Hallux rigidus (Gelenkverschleiß der Großzehe)

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Was ist eine steife Großzehe?

Hallux rigidus bezeichnet eine Versteifung im Großzehengrundgelenk aufgrund von Verschleiß. Die Beweglichkeit im Grundgelenk der großen Zehe ist eingeschränkt, insbesondere bei der Bewegung nach oben. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, den Fuß beim Gehen oder Laufen vollständig abzurollen. Die Beweglichkeit ist in diesen Fällen von normalerweise 70 Grad auf 30 Grad verringert.

Die Erkrankung kommt relativ häufig vor. Bei 80 % der Patienten sind beide Seiten betroffen.

Ursachen

In vielen Fällen ist die Versteifung der Großzehe auf Verletzungen wie Verstauchungen oder Überbelastungen zurückzuführen. Dies führt zu einer Entzündungsreaktion im Gelenk. Im Lauf der Zeit können Knorpelabbau und Knochenablagerungen hinzukommen.

Sportler sind häufig von Gelenkverschleiß der Großzehe betroffen, z. B. Fußballspieler oder Läufer. Die Erkrankung kann auch als Folge einer chronischen Entzündung des Gelenks entstehen, z. B. bei Gicht oder rheumatoider Arthritis. Wenn die Erkrankung in der Familie vorkommt, ist das Risiko ebenfalls erhöht.

Diagnose

Typische Symptome sind Steifigkeit und Schmerzen im Grundgelenk der großen Zehe. Dadurch kann es schwer fallen, zu gehen oder Sport zu machen. Bei der Untersuchung wird festgestellt, dass die Beweglichkeit der großen Zehe eingeschränkt ist. Häufig liegt eine Knochenverdickung an der Oberseite des Gelenks vor, die durch eine Knochenablagerung entsteht. Akute Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung und Druckempfindlichkeit können auftreten. Nach einiger Zeit können mittels Röntgenuntersuchungen Verschleißerscheinungen festgestellt werden.

Behandlung

Bei akuten Beschwerden wird empfohlen, das Gelenk zu kühlen, den Fuß hoch zu lagern und ihn für einige Stunden oder Tage still zu halten. Auch entzündungshemmende Medikamente (NSAR) können hilfreich sein.

Bei chronischeren Beschwerden können Sie Schuhe mit etwas steiferer Sohle verwenden und das Gelenk tapen. Tragen Sie Schuhe mit niedrigen Absätzen. Auch Einlegesohlen und spezielle Fußorthesen können die Beschwerden lindern.

Leichte bis mittelschwere Beschwerden können mit Kortisonspritzen und örtlichen Betäubungsmitteln behandelt werden. Bei sehr starken Beschwerden kann eine operative Behandlung erforderlich sein. Dabei wird das neu gebildete Knochengewebe chirurgisch entfernt oder das Gelenk versteift.

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