Eierstockzysten
Eierstockzysten
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Was sind Eierstockzysten?
Definition
Bei Eierstockzysten (Ovarialzysten) handelt es sich um flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die von den Eierstöcken (Ovarien) ausgehen. Die meisten Eierstockzysten sind gutartig und werden zufällig bei der gynäkologischen Ultraschalluntersuchung entdeckt.
Symptome
Zysten verursachen häufig keine Beschwerden, möglicherweise treten Zyklusunregelmäßigkeiten oder Bauchschmerzen auf. Oft verursachen Zysten erst dann Symptome, wenn sie aufgrund ihrer Größe auf die Harnblase oder den Enddarm drücken. Dadurch kann es zu Beschwerden beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang kommen. Manche Zysten produzieren Hormone, was unterschiedliche Symptome verursachen kann. Wenn die Zysten sehr groß sind, kann der Bauchumfang zunehmen, und die Zyste kann über die Bauchdecke tastbar sein.
Hier ist eine unverzügliche ärztliche Behandlung nötig!
In seltenen Fällen können sich Zysten, die einen Stiel haben, um diesen Stiel herum verdrehen. Hierdurch kann die Blutversorgung zur Zyste abgeschnürt werden, und starke Bauchschmerzen sind die Folge. Zysten können auch platzen (Ruptur), was zu inneren Blutungen führen kann.
Ursachen
Physiologische („normale“) Zysten
Eierstockzysten bei Frauen im gebärfähigen Alter sind normal. Man nennt sie „physiologische Zysten“. Diese stehen im Zusammenhang mit der Eireifung und dem Eisprung und verschwinden gewöhnlich im Zyklusverlauf wieder.
Follikelzysten
Follikelzysten entstehen, wenn es trotz Reifung einer Eizelle im Eierstock nicht zu einem Eisprung kommt. Sie können Unterleibsschmerzen und Zyklusstörungen verursachen. In mehr als 90 % der Fälle bilden sie sich von allein zurück. Wenn sie über einen längeren Zeitraum bestehen, sollte die Ursache der Zysten ärztlich abgeklärt werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Gelbkörperzysten
Sie entstehen nach dem Eisprung aus dem Ei-Follikel. Sie kommen häufig bei Frauen im gebärfähigen Alter vor. Die Zysten produzieren das Hormon Progesteron und können so Zyklusstörungen verursachen. In Ultraschalluntersuchungen lässt sich oft eine ungefährliche Einblutung erkennen.
Luteinzysten
Sie entstehen häufig im Zusammenhang mit einer Kinderwunschbehandlung, wenn die Eierstöcke der Patientinnen mit Hormonen stimuliert werden. Sie können bis zu 20 cm groß werden. Nach dem Absetzen der Hormonbehandlung bilden sie sich meist zurück.
Syndrom polyzystischer Ovarien (PCO)
Beim PCO kommt es zur Bildung von kleinen Zysten in den Eierstöcken. Verschiedene hormonelle Veränderungen führen zu chronischen Zyklusstörungen mit schwachen oder ausbleibenden Monatsblutungen. Unter anderem ist das männliche Hormon Androgen erhöht, was zu verstärkter Köperbehaarung führen kann. Oft haben betroffene Frauen Schwierigkeiten damit, schwanger zu werden (unerfüllter Kinderwunsch).
Endometriosezysten
Bei einer Endometriose können sog. „Schokoladenzysten“ auftreten. Diese bestehen aus Gebärmutterschleimhaut und erhalten ihr dunkles, schokoladenartiges Aussehen durch Einblutungen. Sie können zunächst beobachtet und bei Beschwerden oder Verschlechterung operativ entfernt werden.
Gutartige Eierstocktumore
An den Eierstöcken kann sich eine Vielzahl an gutartigen Tumoren entwickeln, die ähnlich wie Zysten aufgebaut sind. Manche bilden Hormone und können unterschiedliche Erkrankungen auslösen.
Häufigkeit
Weltweit haben 7 % der Frauen irgendwann im Laufe des Lebens eine Eierstockzyste. In Ultraschalluntersuchungen zeigen sich die Zysten sowohl vor als auch nach den Wechseljahren.
Untersuchungen
Eierstockzysten werden häufig zufällig bei einer gynäkologischen Ultraschalluntersuchung festgestellt. Größere Zysten können bei der gynäkologischen Untersuchung auch ertastet werden.
Behandlung
Die meisten Eierstockzysten werden zunächst im Verlauf einiger Zyklen beobachtet. Häufig bilden sie sich von allein wieder zurück. Wenn die Zyste an Größe zunimmt oder starke Beschwerden verursacht, sollte sie operativ entfernt werden.
Zysten, die nach den Wechseljahren auftreten, werden sorgfältig kontrolliert und bei Größenzunahme operativ entfernt, da sie häufiger bösartig werden. Meist ist eine Operation per Bauchspiegelung möglich (Laparoskopie).
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