Analfissur
Analfissur
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Was ist eine Analfissur?
Definition
Eine Analfissur ist ein Einriss der Haut der Enddarmöffnung (After). Es ist eine häufige Erkrankung, die besonders während des Stuhlgangs starke Schmerzen verursacht. In der Regel heilt die Analfissur nach mehreren Wochen folgenlos aus. Beschwerden bis zu 6 Wochen bezeichnet man als akut. Bei einer Dauer von über 6 Wochen bezeichnet man die Analfissur als chronisch.
Symptome
Das häufigste Symptom einer Analfissur sind starke Schmerzen beim Stuhlgang. Diese können danach noch einige Stunden anhalten. Manche Betroffene meiden daher aus Angst den Toilettengang.
In selteneren Fällen können leichte Blutungen auftreten, die sich als hellrotes Blut in der Toilette oder am Toilettenpapier zeigen. Es kann auch ein Nässen sowie ein Juckreiz mir einer lokalen Schwellung auftreten.
Ursachen
Die Ursache der Erkrankung ist noch nicht genau geklärt. Man nimmt an, dass der Schließmuskel eine erhöhte Grundspannung aufweist und es dadurch zu einer schlechteren Durchblutung kommt.
Folgende Faktoren können dies evtl. begünstigen:
- Verstopfung
- Übergewicht
- Ernährung mit wenig Ballaststoffen
- Verletzungen oder Operationen im Analbereich
- Schilddrüsenunterfunktion
- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
- Schwangerschaft
- Chemotherapie, bestimmte Medikamente und Infektionen
- Tumoren im Analbereich
Häufigkeit
Eine Analfissur ist eine häufige Erkrankung. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Etwa 11 % der Menschen haben mindestens einmal im Leben eine Analfissur, wobei diese am häufigsten bei jüngeren und mittleren Altersgruppen auftritt.
Untersuchungen
Die Diagnose wird aufgrund der typischen Symptome und einer Untersuchung des Afters gestellt. Eine ärztliche Tastuntersuchung ist sinnvoll, aber oft aufgrund der Schmerzen nicht möglich. Meistens ist eine hausärztliche Untersuchung ausreichend. Kann die Diagnose nicht sicher gestellt werden oder heilt die Fissur nicht nach wenigen Wochen ab, kann eine Überweisung in eine Facharztpraxis (Proktologie) erfolgen.
Behandlung
Medikamente und Salben
Meistens ist eine lokale Behandlung mit Salben ausreichend. Folgende Wirkstoffe kommen zum Einsatz:
- Salben, die die Muskeln des Schließmuskels entspannen
- Schmerzlindernde und betäubende Salben
- Kortisonsalbe (in seltenen Fällen)
Wenn eine lokale Behandlung nicht ausreicht, können einige Medikamente auch in Form von Tabletten verabreicht werden, z. B. Schmerzmittel oder muskelentspannende Wirkstoffe.
60–90 % aller akuten und etwa 50 % aller chronischen Analfissuren heilen mit diesen Methoden vollständig aus.
Operation
Lediglich bei chronischen Fissuren, die nach 6–8 Wochen konservativer Therapie nicht verheilen, wird eine chirurgische Behandlung angewandt. Eine Operation kann außerdem notwendig sein, wenn die medikamentöse Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen nicht möglich ist. Dazu werden Sie in eine spezialisierte Praxis oder in ein Krankenhaus überwiesen.
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