Speiseröhrendivertikel
Speiseröhrendivertikel
Dieser Artikel wird Ihnen bereitgestellt von Deximed. Mehr erfahren
Was ist ein Speiseröhrendivertikel?
Definition
Sie mag einer Röhre ähneln – tatsächlich ist die Speiseröhre eher ein dehnbarer Muskelschlauch. Wenn sie an einer Schwachstelle nach außen sackt, spricht man von einem Divertikel.
Symptome
Zenker-Divertikel äußern sich vor allem durch Schluckbeschwerden. Es fühlt sich an, als habe man einen Fremdkörper im Hals. Es bleibt Nahrungsbrei im Divertikel hängen und fließt zurück, vor allem im Liegen. Deswegen leiden betroffene Personen besonders nachts unter Husten, Schmerzen oder gar Brechreiz. Mundgeruch und Heiserkeit treten auf. Manchmal fällt das Essen so schwer, dass man Gewicht verliert.
Die Divertikel im mittleren und unteren Abschnitt der Speiseröhre verursachen seltener Symptome, aber auch sie führen manchmal zu Engegefühl im Brustraum, Schluckbeschwerden und Hochwürgen von Nahrungsresten.
Ursachen
Der Schluckakt ist ein Zusammenspiel von Muskeln, die sich nacheinander anspannen. Nicht nur die Zunge bewegt sich, sondern auch eine ganze Reihe von Muskeln im Rachen und sogar in der Speiseröhre selbst. So unterstützen sie den Transport der Nahrung in den Magen. Im oberen Abschnitt am Übergang von Rachen zu Speiseröhre befindet sich jedoch eine muskelschwache Stelle. Nun kommt es manchmal vor, dass die Muskeln aus dem Takt geraten, und dann arbeiten Rachen und Speiseröhre gegeneinander statt miteinander. Die Folge: Der Druck steigt zu sehr an und sucht sich den Weg des geringsten Widerstands – die muskelschwache Stelle dehnt sich nach außen. Es entsteht eine Wölbung an der Hinterwand, ein Zenker-Divertikel.
Divertikel im mittleren und unteren Abschnitt der Speiseröhre entstehen, weil die Muskeln der Speiseröhre aus dem Takt geraten und daher die Nahrung verzögert weitertransportieren. Möglicherweise liegt auch eine Störung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre vor. Auch Entzündungen im Brustbereich können Ursachen für Divertikel sein, meistens ist hier eine Tuberkulose der Auslöser.
Häufigkeit
Speiseröhrendivertikel kommen selten vor. Typischerweise treten sie bei älteren Menschen in Form von Zenker-Divertikeln auf. Höchstens 3 % aller Schluckbeschwerden entstehen aufgrund von Divertikeln.
Untersuchungen
Röntgen
Die Diagnose eines Divertikels ist mit einer Röntgenuntersuchung möglich. Dazu werden Röntgenbilder gemacht, während Sie einen Brei mit Kontrastmittel schlucken. Das Kontrastmittel ist eine Substanz, die auf dem Röntgenbild gut sichtbar ist und damit die Form Ihrer Speiseröhre nachzeichnet.
Magenspiegelung
In bestimmten Fällen ist eine Magenspiegelung sinnvoll. Hier wird ein Schlauch mit einer kleinen Kamera in die Speiseröhre geschoben. Außerdem kann man die Muskelspannung und ggf. das Aufsteigen von Magensäure in der Speiseröhre messen. Eventuell wird auch eine Computertomografie (CT) gemacht.
Behandlung
Viele Divertikel verursachen keine Beschwerden. Daher wird bei kleinen Divertikeln meist abgewartet. Symptomatische Divertikel können jedoch behandelt werden. Dies erfolgt häufig mit einem Endoskop – einem dünnen Schlauch, der durch den Mund in die Speiseröhre eingeführt wird. Durch das Endoskop werden Instrumente geschoben, und der Divertikel wird behandelt, indem Muskeln durchtrennt werden. Dadurch kann die Nahrung leichter zum Magen abfließen. So wird ein Schnitt durch die Haut vermieden, und es bleiben keine sichtbaren Narben zurück.
Falls eine Endoskopie aber nicht möglich oder der Divertikel zu groß ist, kann operiert werden. Heutzutage reicht oft ein sehr kleiner Schnitt aus. Auch bei einer Entzündung ist eine Operation nötig. Die Position des Hautschnitts hängt von der Lage des Divertikels ab.
Dieser Artikel wird Ihnen bereitgestellt von Deximed.
Lesen Sie hier den vollständigen Originalartikel.
Die Inhalte auf team-praxis.de stellen keine Empfehlung bzw. Bewerbung der beschriebenen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch eine*n Ärzt*in oder Apotheker*in und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Lesen Sie dazu mehr in unseren Haftungshinweisen.
In unserer Gesundheitsdatenbank suchen
Inhaltsverzeichnis anzeigenWissenswertes aus den hausärztlichen Praxen

Wissen, wann genug ist
Über Suchterkrankungen sprechen die meisten Menschen nicht gern.
Zum Beitrag

Juckende Augen und triefende Nasen: Hilfe bei Heuschnupfen
Leichte Symptome lassen sich oft durch einfache Maßnahmen lindern.
Zum Beitrag

Sind das die Wechseljahre?
Warum die Wechseljahre auch in der hausärztlichen Praxis Thema sind
Zum Beitrag