Röteln
Röteln
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Was sind Röteln?
Definition
Röteln sind eine Infektionskrankheit, die durch Hautausschlag, Fieber und Lymphknotenschwellung gekennzeichnet ist und durch das Rubellavirus ausgelöst wird. Röteln-Viren werden durch Tröpfcheninfektion, z. B. durch Husten und Niesen übertragen.
Während der Schwangerschaft können Röteln zu einer Fehlgeburt oder zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes führen.
Symptome
Röteln haben eine Inkubationszeit von 14–21 Tagen, d. h. der Ausbruch der Krankheit erfolgt 2–3 Wochen nach der Ansteckung. Zu Beginn tritt häufig leichtes Fieber zusammen mit Erkältungssymptomen (Schnupfen, Bindehautentzündung, Kopfschmerzen) auf. Danach zeigt sich ein Hautausschlag mit kleinen roten Flecken. Der Ausschlag beginnt meist im Gesicht und breitet sich im Verlauf einiger Tage auf Brust, Rücken, Arme und Beine aus. Die blassroten Flecken haben einen Durchmesser von einigen Millimetern. In der Regel verschwindet der Ausschlag innerhalb von wenigen Tagen wieder.
Die Lymphknoten an Hals, Nacken und hinter den Ohren sind meist geschwollen und leicht druckempfindlich. Nicht selten sind die Röteln auch mit einer vorübergehenden Gelenkentzündung verbunden.
Bei der Hälfte der Betroffenen treten keine oder nur ganz leichte Krankheitszeichen auf. Kinder haben häufig nur einen Hautausschlag.
Ursachen
Die Erkrankung wird durch eine Infektion mit Röteln-Viren (Rubella) verursacht. Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion, also durch das Ausscheiden von ansteckenden Viruspartikeln beim Husten und Niesen, verbreitet. Die Ansteckungsgefahr erstreckt sich über einen Zeitraum von einer Woche vor Auftreten des Ausschlags bis zu einer Woche danach und besteht somit bereits dann, wenn der Ausschlag noch nicht sichtbar ist. Der Erreger ist weltweit verbreitet und wird häufig von Personen weitergegeben, die daran unbemerkt erkranken.
Häufigkeit
Seit Einführung von Impfungen ist die Zahl der Infektionen weltweit deutlich zurückgegangen. In Gegenden, in denen nicht geimpft wird, erfolgen die meisten Infektionen im Kindesalter. In Deutschland wurden 2019 58 akute Röteln-Erkrankungen gemeldet. Laut WHO hat Deutschland 2020 den Status der Elimination der Röteln erreicht.
Untersuchungen
- Der Krankheitsverlauf und die Symptome sind charakteristisch. Dennoch ist es schwierig, Röteln von anderen viralen Infektionen zu unterscheiden, die auch einen Hautausschlag verursachen.
- Bei jedem Verdacht auf Röteln wird daher eine Laboruntersuchung empfohlen.
- Das Virus kann im Rachenabstrich oder im Urin nachgewiesen werden.
- Ab 5 Tagen nach Beginn der Symptome können Antikörper im Blut nachgewiesen werden.
Behandlung
- Es gibt keine Behandlung, die das Röteln-Virus wirksam abtötet. Daher steht im Vordergrund der Bemühungen, eine Ansteckung zu vermeiden bzw. die Symptome bestmöglich zu lindern, sofern die Erkrankung nicht verhindert werden konnte.
- Bei Bedarf können Sie fiebersenkende und schmerzstillende Medikamente einnehmen.
- An Röteln erkrankte Patient*innen sollten 7 Tage nach Auftreten des Ausschlags zu Hause bleiben und Kontakte zu ungeimpften Personen vermeiden.
Gemeinschaftseinrichtungen
- Personen, die an Röteln erkrankt sind, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen oder dort in Kontakt mit Betreuten arbeiten.
- An Röteln erkrankte Kinder dürfen Gemeinschaftseinrichtungen frühestens am 8. Tag nach dem Beginn des Hautausschlags wieder besuchen, wenn alle Krankheitszeichen abgeklungen sind. Dies sollte ärztlich bestätigt werden.
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