Muskelkrämpfe
Muskelkrämpfe
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Was sind Muskelkrämpfe?
Definition
Muskelkrämpfe sind plötzliche, vorübergehende und ungewollte Anspannungen eines Muskels oder einer Muskelgruppe, die mit Schmerzen und oft tastbaren Verhärtungen einhergehen.
Symptome
Die Muskeln ziehen sich so stark wie möglich zusammen, meist mit einem plötzlichen Beginn ohne klaren Auslöser. Die Dauer geht von Sekunden bis zu wenigen Minuten. Oft sind die Wadenmuskeln oder das Fußgewölbe betroffen. Manchmal kommt es danach zu Muskelschmerzen über einige Tage. Sehr störend können auch nächtliche Krämpfe sein, die den Schlafrhythmus unterbrechen.
Ursachen
Die meisten Muskelkrämpfe haben keine klar definierte Diagnose als Ursache. Als Risikofaktoren gelten:
- Höheres Alter
- Bewegungsmangel
- Alkoholkonsum
- Gefäßerkrankungen
- Medikamente
- Mangel an Magnesium, Kalzium oder anderen Elektrolyten
Manche Krämpfe treten als Symptom einer anderen Grunderkrankung auf, z. B. bei Dialyse, schwerer Leberschädigung, Hormonerkrankungen oder Nervenerkrankungen (z. B. Restless-Legs-Syndrom, amyotrophe Lateralsklerose), weitere seltene erbliche Muskel- oder Nervenerkrankungen sind auch als Ursache möglich. Auch Medikamente können als Nebenwirkung Muskelkrämpfe auslösen.
Häufigkeit
Muskelkrämpfe sind sehr häufig: vereinzelt treten sie bei mehr als 90% der Erwachsenen auf.
Regelmäßige Muskelkrämpfe haben 50% der Bevölkerung, 30-40% mehr als 3 mal pro Woche
Untersuchungen
In Ihrer Allgemeinarztpraxis wird genauer erfragt werden, wann die Muskelkrämpfe auftreten und wie lange sie anhalten. Wichtig sind auch andere Symptome, die in sehr seltenen Fällen auftreten, wie Muskelschwäche, Zuckungen oder allgemeine Steife des Muskels. Sofern nicht bekannt, werden die Medikamente und die Familienanamnese (Muskelerkrankungen in Ihrer Familie) erfragt.
In der körperlichen Untersuchung können Nervenausfälle und Muskelauffälligkeiten ausgeschlossen werden. Mit einer Blutabnahme können, falls nötig, Auffälligkeiten der Niere oder Leber sowie der Elektrolyte bestimmt werden.
Nur bei Verdacht auf eine seltene ursächliche Erkrankung oder bei sehr schweren Symptomen erfolgt die Überweisung zu Spezialist*innen, z. B. Neurolog*in oder Endokrinolog*in.
Behandlung
Akut, wenn der Krampf auftritt, kann oft über Dehnen der betroffenen Muskulatur oder Anspannen des gegengerichteten Muskels eine Linderung herbeigeführt werden.
Ohne Medikamente
Regelmäßige Dehnungen der betroffenen Muskeln tagsüber können die Häufigkeit der Krämpfe reduzieren. Ohne Nachweis in Studien finden Einzelne eine Erleichterung durch Massagen, Wärme, Entspannungsübungen oder spezielle nächtliche Lagerungen.
Mit Medikamenten
Magnesium in einer Dosierung von 100–500 mg pro Tag wird oft ausprobiert (Vorsicht bei Nierenproblemen oder Herzrhythmusstörungen!). Es tut manchen Betroffenen gut, obwohl in Studien keine Wirksamkeit belegt werden konnte.
Chinin zeigt eine geringe Wirksamkeit und wird nur eingesetzt bei sehr schweren Muskelkrämpfen nach Ausschluss anderer behandelbarer Ursachen. Es darf nicht in Schwangerschaft oder Stillzeit angewandt werden sowie bei Störungen der Leber oder des Herzrhythmus.
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