Flöhe
Flöhe
Dieser Artikel wird Ihnen bereitgestellt von Deximed. Mehr erfahren
Was sind Flöhe?
Definition
Flöhe sind 1–4 mm große, flügellose Parasiten mit sechs Beinen. Die Hinterbeine sind sehr kräftig, sodass die Flöhe hoch und weit springen können. Flöhe vermehren sich mithilfe eines Wirts (Vögel oder Säugetiere), bei dem sie Blut saugen. Der Mensch dient als Zwischenwirt für Flöhe, wenn sich kein anderes Tier finden lässt.
Flohbisse treten vor allem im Frühjahr auf (zwischen April und Juni) und verursachen einen juckenden, in der Regel harmlosen Hautausschlag. In seltenen Fällen können Flöhe Krankheiten übertragen.
Symptome
Bei Flohbissen zeigen sich in der Regel asymmetrisch angeordnete, stark juckende Knötchen, teilweise mit Bläschen in der Mitte. Auch Quaddeln, die der Nesselsucht ähneln, können auftreten. Meist finden sich mehrere Bisse in einer Reihe, häufig auf Höhe des Hosenbunds, am Rücken oder im Knöchelbereich.
Ursachen
Flöhe sind Parasiten. Sie befallen verschiedene Säugetiere und Vögel, einschließlich Menschen, Haustiere (Hunde, Katzen) und Nutztiere.
Sandflöhe kommen in tropischen und subtropischen Klimazonen vor. Sie können beim Barfußgehen auf Sand die Füße befallen.
Katzen-, Hunde- und Menschenflöhe leben in dunklen, trockenen und ungestörten Verstecken. Sie saugen nachts Blut. Die Weibchen legen nach der Blutmahlzeit in der Umgebung des Wirts (z. B. im Bett, Körbchen oder Teppich) 6–8 Eier. Die Entwicklung von der Larve zum erwachsenen Floh kann je nach Umgebungstemperatur von zwei Wochen bis zu mehreren Monaten dauern.
Pelzflöhe (z. B. Rattenflöhe) leben dauerhaft im Fell von Tieren.
Häufigkeit
Weltweit gibt es über 2.000 Floharten. In Europa werden Flöhe häufig durch Haustiere übertragen. Flohbisse stammen meistens von Katzen- oder Hundeflöhen.
Untersuchungen
Die Haut wird bei der ärztlichen Untersuchung begutachtet. Flohbisse haben ein typisches Aussehen.
Um die Quelle aufzuspüren, sollten Sie Folgendes überlegen:
- Hatten Sie Kontakt zu Wild-, Nutz- oder Haustieren?
- Haben Ihre Katze oder Ihr Hund Beschwerden, oder können sie Flöhe nach Hause gebracht haben?
- Haben Sie sich auf Dachböden, in der Nähe von Vogelnestern oder Nistkästen aufgehalten?
- Leiden noch andere Menschen in Ihrem Umfeld an Juckreiz?
Behandlung
Das wichtigste Ziel der Behandlung ist, die Ansteckungsquelle zu finden und zu entfernen.
Teppiche, Polster, Betten und insbesondere die Schlafplätze für Haustiere sollten gestaubsaugt werden. Verschließen Sie den Staubsaugerbeutel anschließend luftdicht. Wischen Sie die Böden gründlich. Einige Floharten sind lichtscheu. Deshalb ist es wichtig, auch entlang der Leisten und Spalten zu reinigen.
Bei starkem Befall können Sie in leeren Zimmern zusätzlich ein insektizidhaltiges Umgebungsspray verwenden. Von Flöhen befallene Textilien (z. B. Kuscheltiere) können eingefroren und die gefrorenen Flöhe abgeschüttelt werden, beispielsweise über der Badewanne. Waschen Sie Kleidung und Bettwäsche bei 60 °C.
Befallene Haustiere sollten entfloht werden. Tierärzt*innen können dazu ggf. Medikamente verschreiben.
Medikamente
Der Juckreiz kann mit Polidocanol, juckreizstillenden Antihistaminika und Kortisonsalbe oder -creme gelindert werden.
Dieser Artikel wird Ihnen bereitgestellt von Deximed.
Lesen Sie hier den vollständigen Originalartikel.
Die Inhalte auf team-praxis.de stellen keine Empfehlung bzw. Bewerbung der beschriebenen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch eine*n Ärzt*in oder Apotheker*in und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Lesen Sie dazu mehr in unseren Haftungshinweisen.
In unserer Gesundheitsdatenbank suchen
Inhaltsverzeichnis anzeigenWissenswertes aus den hausärztlichen Praxen

Wissen, wann genug ist
Über Suchterkrankungen sprechen die meisten Menschen nicht gern.
Zum Beitrag

Juckende Augen und triefende Nasen: Hilfe bei Heuschnupfen
Leichte Symptome lassen sich oft durch einfache Maßnahmen lindern.
Zum Beitrag

Sind das die Wechseljahre?
Warum die Wechseljahre auch in der hausärztlichen Praxis Thema sind
Zum Beitrag