Fersensporn
Fersensporn
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Was ist ein Fersensporn?
Definition
Ein Fersensporn ist eine dornartige Verknöcherung am Fersenknochen (Fersenbein, Kalkaneus), die Fersenschmerzen und Druckschmerz verursachen kann.
Es wird unterschieden zwischen dem unteren (plantaren) Fersensporn mit Beschwerden an der Fußsohle und dem oberen (dorsalen) Fersensporn mit Schmerzen im hinteren Fersenbereich. Häufig ist gleichzeitig oder bereits im Vorfeld das Fußgewölbe entzündet (Plantarfasziitis).
Symptome
Nicht alle Patient*innen mit Fersensporn haben Beschwerden, aber wenn die Verknöcherung größer wird, kann sie durch mechanische Reizung Schmerzen an der Fußsohle oder der Ferse verursachen. Die Schmerzen treten entweder bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen oder auch nach längerer Belastung auf.
Ursachen
Ein Fersensporn kann sich durch Fehlbelastung oder Überlastung entwickeln, z. B. Laufen auf hartem Untergrund mit schlecht gedämpften Schuhen oder intensive Trainingseinheiten. Gründe können aber auch verkürzte Muskeln oder Sehnen am Bein, eine Beinlängendifferenz oder Übergewicht sein.
Häufigkeit
- Ein plantarer Fersensporn ist deutlich häufiger als ein dorsaler Fersensporn.
- Plantarfasziitis wird in etwa 50 % der Fälle von einem plantaren Fersensporn begleitet.
Untersuchungen
Im Anamnesegespräch klären die Ärzt*innen die Beschwerden ab und untersuchen die Beine und Füße:
- Wo sitzt der Schmerz?
- Wie ist das Gangbild der Patient*innen?
- Gibt es Auffälligkeiten bei den Beinachsen oder der Stellung der Füße?
- Wie beweglich ist das Sprunggelenk?
- Die Sprunggelenksbeweglichkeit kann Aufschluss über eine Verkürzung der Wadenmuskulatur geben.
Eine Röntgenuntersuchung ist nur in Ausnahmefällen angezeigt. Eine Überweisung zur Orthopädie erfolgt nur, wenn sich die Beschwerden trotz konservativer Therapie nicht bessern.
Behandlung
Es sollte immer nach der Ursache für den Fersensporn geforscht und eine zielgerichtete Therapie für diese Ursache eingeleitet werden.
Oft verschwinden die Schmerzen von selbst oder unter konservativen Maßnahmen. Eine Operation ist selten erforderlich.
Konservative Maßnahmen
Abhängig von der Ursache sind folgende Maßnahmen sinnvoll:
- Dehnübungen für die Fuß- und Beinmuskulatur
- Physiotherapie/manualtherapeutische Techniken
- physikalische Anwendungen (z. B. Elektrotherapie, Ultraschall, Stoßwelle)
- niedrigdosierte Strahlentherapie (Röntgenreizbestrahlung)
- in der Regel 4–6 Bestrahlungen
- bei Patient*innen mit Plantarfasziitis und begleitendem plantarem Fersensporn wirksam
- 3 Monate nach Behandlungsabschluss signifikante Verbesserung hinsichtlich der Lebensqualität, schmerzbedingter Einschränkungen in Beruf und Alltag sowie des Gangbildes
- sicher und kostengünstig
- Einlagen (z. B. mit Fersensporn-Aussparung)
- schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente
- Angepasstes Schuhwerk, um den Druck zu reduzieren.
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