Atemnot bei Kindern
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Atemnot bei Kindern
Bei Atemnot besteht eine erschwerte Atmung, die das Gefühl vermittelt, nicht genügend Luft zu bekommen. Die Ausprägung der Atemnot ist abhängig von der Ursache. Eine Atemnot lässt sich bei Kindern an bestimmten Merkmalen erkennen, z. B. an einer erschwerten Atmung mit aufgeblähten Nasenflügeln. Weitere Zeichen für eine Atemnot sind Einziehungen der Haut oberhalb des Brust- oder Schlüsselbeins oder zwischen den Rippen. Zudem atmen betroffene Kinder meist schneller als gewöhnlich. Sie können überanstrengt wirken und schneller ermüden, sowie unter Angstzuständen und Schmerzen leiden. Es kann zu Bewusstseinsstörungen bis hin zum Bewusstseinsverlust kommen.
Was können Sie im Notfall tun?
Die Maßnahmen, die Sie ergreifen können, richten sich nach der Schwere des Krankheitsbildes und ob das Kind bei Bewusstsein ist. Wenn das Kind bewusstlos ist, ergreifen Sie Maßnahmen zur Wiederbelebung und alarmieren Sie den Notruf (112). Ist das Kind bei Bewusstsein, aber beim Atmen stark beeinträchtigt, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Alarmieren Sie den Notruf (112) oder fordern Sie eine andere Person dazu auf.
- Vorgehen bei Fremdkörpern in den Atemwegen
- Sorgen Sie dafür, dass das Kind frei atmen kann.
- Versuchen Sie, das Kind zu beruhigen.
- Lockern Sie eng sitzende Kleidung.
- Lassen Sie das Kind aufrecht sitzen und selbst die angenehmste Position finden.
- Wenn das Kind erschöpft ist oder nicht mehr in der Lage ist zu sitzen: Legen Sie das Kind auf die Seite, am Besten in die stabile Seitenlage.
- Heben Sie das Kinn leicht an bzw. bewegen Sie den Kopf vorsichtig nach hinten (nicht zu weit, da sich ansonsten die Atemwege verengen). Achten Sie darauf, dass das Kind weiteratmet.
- Hört das Kind auf zu atmen, beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Siehe auch Informationen des Universitätsklinikums Bonn:
- Wiederbelebung (Reanimation) bei Kindern
- Wiederbelebung (Reanimation) bei Säuglingen/Babys
- Stabile Seitenlage beim Kind
- Verschlucken/Ersticken.
Notruf alarmieren – 112 wählen
Auch wenn Sie möglicherweise aufgeregt sind, ist es wichtig, dass Sie versuchen, am Telefon Ruhe zu bewahren. Bitte legen Sie erst dann auf, wenn die Rettungsleitstelle keine weiteren Fragen mehr hat. Generell sollten Sie sich folgende Fragen bei einem Notruf einprägen, die sogenannten „5 Ws":
1. Wo?
-
- Geben Sie den Ort an, an dem Sie sich befinden, und beschreiben Sie ggf. die Anfahrt:
- Straße, Hausnummer
- Name an der Klingel
- Stockwerk
- Vor allem im Dunkeln kann es hilfreich sein, wenn eine Person den Rettungsdienst z. B. an der Straße in Empfang nimmt und beim Eintreffen kurz die Situation schildert.
- Geben Sie den Ort an, an dem Sie sich befinden, und beschreiben Sie ggf. die Anfahrt:
2. Was?
-
- Erläutern Sie in kurzen Worten, was passiert ist.
3. Wie viele?
-
- Geben Sie die Anzahl der betroffenen Personen an. Bei Kindern sollten Sie auch das Alter angeben.
4. Welches Krankheitsbild (sonst auch: Welche Verletzungen)?
5. Warten auf Rückfragen
-
- Warten Sie ab, ob die Notrufleitstelle Rückfragen hat. Wenn die Leitstelle alle nötigen Informationen hat und ihr OK gibt, können Sie auflegen.
Führen Sie weiterhin Erste-Hilfe-Maßnahmen durch, bis der Rettungsdienst eintritt.
Bei Verdacht auf Pseudokrupp
Der Pseudokrupp, auch akute Laryngitits genannt, tritt bei Kindern in Verbindung mit einer Virusinfektion der Atemwege auf. Meist sind Kleinkinder betroffen. Klassischerweise leiden betroffene Kinder unter einem trockenen, bellenden Husten, der plötzlich auftritt, oft aus dem Schlaf heraus. Es kann zu Heiserkeit, zu pfeifenden Geräuschen beim Einatmen und zu Atemnot kommen. Das Fieber ist in der Regel moderat und der Allgemeinzustand des Kindes oft nur leicht beeinträchtigt.
Folgende Maßnahmen können die Symptome bei Pseudokrupp ggf. verbessern:
- Beruhigen Sie das Kind und lassen Sie es evtl. auf Ihrem Schoß sitzen.
- Lassen Sie das Kind kühle, feuchte Luft einatmen, z. B. vor einem geöffneten Fenster. Nehmen Sie das Kind evtl. mit nach draußen, z. B. auf den Balkon.
- Das Kind sollte beim Kinderarzt oder im Krankenhaus untersucht werden, wenn sich die Symptome durch die genannten Maßnahmen nicht verbessern oder zunehmen.
- Im Zweifel sollten Sie nicht zögern, den Rettungsdienst zu alarmieren.
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