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Gesundheit

Wissen, wann genug ist

Über Suchterkrankungen sprechen die meisten Menschen nicht gern. Die hausärztliche Praxis ist jedoch ein guter Ort dafür.

Sandra Wilsdorf
Sandra Wilsdorf

28.3.2025

Stopp
Seien Sie mutig! Lassen Sie sich helfen!

Haben Sie das Gefühl, Sie trinken mehr oder häufiger Alkohol, als gut für Sie wäre? Sie schaffen es trotzdem nicht, einfach mal darauf zu verzichten oder nach einem Glas aufzuhören?

Dann sprechen Sie das doch beim nächsten Besuch in Ihrer hausärztlichen Praxis mal an. Denn Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt kann Ihnen eine Einschätzung geben, ob sich da vielleicht schon eine Abhängigkeit entwickelt hat und Ihnen Tipps und Informationen geben, was Sie dagegen tun können. Vielleicht hilft aber auch schon das vertrauensvolle Gespräch, dass Sie sich bewusster darüber werden, was Sie dazu bringt, anders zu handeln als Sie eigentlich wollen.

Knapp 15 Prozent der Erwachsenen in Deutschland – das sind rund acht Millionen Menschen – trinken Alkohol in riskanten Mengen. Von denen spricht man bei Frauen bereits ab einem Glas Wein oder Bier pro Tag, bei Männern ab zwei Gläsern. Weil Alkohol bei so vielen Anlässen scheinbar dazugehört, entwickelt sich eine Sucht oft langsam und unbemerkt. Ein klarer Hinweis auf eine Abhängigkeit ist, wenn es Ihnen nicht gelingt, weniger oder gar nichts zu trinken, obwohl Sie sich das vorgenommen haben. Es viele Möglichkeiten, sich selbst zu testen. Trauen Sie sich! https://www.kenn-dein-limit.de/alkohol-tests/

Sich den eigenen problematischen Konsum bewusst zu machen, ist ein erster Schritt, sich von ihm zu befreien. Eine Suchterkrankung ist vor allem eine Krankheit. Und die kann und sollte behandelt werden. Am besten, bevor sie gesundheits-, existenz- oder beziehungsgefährdend wird.

Das gilt natürlich auch für andere Abhängigkeiten, etwa eine Spielsucht. In Deutschland leiden mindestens 1,3 Millionen Menschen zwischen 18 und 70 Jahren an einer Glücksspielstörung. Immer häufiger geht es dabei um Sportwetten.

Sie selbst oder ein/e Familienangehörige/r sind betroffen? Seien Sie mutig! Lassen Sie sich helfen! Dazu kann das Gespräch in der hausärztlichen Praxis ein guter Anfang sein.

Sandra Wilsdorf
Sandra Wilsdorf

Sandra Wilsdorf beschäftigt sich als Journalistin vor allem mit Themen aus den Bereichen Gesundheit, Gesundheitspolitik, Medizin und Soziales.

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