Sehnenschaden am Musculus supraspinatus

Sehnenschaden am Musculus supraspinatus

Dieser Artikel wird Ihnen bereitgestellt von Deximed. Mehr erfahren

Was ist ein Supraspintus-Sehnenschaden?

Definition

Ein Supraspintus-Sehnenschaden ist eine krankhafte Veränderung der Supraspintussehne, die den Oberarm mit dem Supraspintusmuskel (hebt den Arm seitlich vom Körper) verbindet. Sie kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen.

Symptome

Patient*innen haben Schmerzen im seitlichen Oberarm, wenn der Arm über das Schulterniveau angehoben oder über Kopf gearbeitet wird. Eine Ausstrahlung in Richtung Nacken oder Ellenbogen ist möglich.

Ursachen

  • Akute Überlastung
  • Große Belastung über einen längeren Zeitraum, die wiederholt zu minimalen Verletzungen an der Sehne geführt hat.
  • Ein Unfall oder eine Verletzung, bei der größere Gewalt auf die Schulter eingewirkt hat (z.B. Sturz auf die Schulter).
  • Natürliche Alterungsprozesse des Gewebes
  • Wiederholtes Einklemmen der Supraspintussehne aufgrund von anatomischen Verengungen, wenn der Arm angehoben wird.
  • Einlagerung von Kalk in die Sehne

Erhöhtes Risiko für eine Supraspinatus-Sehnenverletzung

  • Überkopfarbeiten
  • Plötzliche Belastungssteigerung
  • Dauerhafte Überlastung durch sich wiederholende Bewegungen
  • Erkrankungen, die sich negativ auf die Sehnenqualität auswirken (z. B. Adipositas, Diabetes mellitus, Hypothyreose).
  • Medikamente (z. B. Kortison oder bestimmte Antibiotika)
  • Abweichungen in der Anatomie der Schulter, die jedoch nicht krankhaft sind.

Häufigkeit

Schulterschmerzen gehören zu den dritthäufigsten Beschwerdebildern, die vom Bewegungsapparat ausgehen können. Die Supraspinatussehne ist von allen Sehnen der Rotatorenmanschette am häufigsten betroffen. Die Sehnen der Rotatorenmanschette stabilisiert den Oberarmkopf im Schultergelenk.

Untersuchungen

Anamnese

Im Anamnesegespräch wird versucht, die Ursache für die Schulterschmerzen einzugrenzen. Dafür können Ihnen folgende Fragen gestellt werden:

  • Welchen Beruf/Sport üben Sie aus?
  • Sind Sie Links- oder Rechtshänder*in?
  • Seit wann und wo genau und bestehen die Schmerzen?
  • Bei welcher Armbewegung kommt es zu den Schmerzen?
  • Gab es Vorerkrankungen oder Operationen bzw. Therapien an der Schulter?
  • Leiden Sie an einer anderen Grunderkrankung?
  • Was wurde bisher unternommen, um die Schmerzen zu bessern?

Körperliche Untersuchung

In einer körperlichen Untersuchung wird die Schulter auf Veränderungen überprüft und ihre Bewegungsfähigkeit getestet.

Weitere Untersuchungen

  • Bei Verdacht auf eine Arthritis oder eine ursächliche Grunderkrankung werden Entzündungsparameter im Blut bestimmt.
  • Eine Röntgenuntersuchung wird durchgeführt, wenn eine Arthrose, ein Knochenbruch oder Kalkeinlagerungen als Auslöser infrage kommen.
  • Um die Supraspinatussehne und den umgebenden Schleimbeutel genauer untersuchen zu können, kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.
  • Selten wird eine Magnetresonanztomografie (MRT) durchgeführt, z. B. zur Vorbereitung auf eine Operation.

Behandlung

Konservative Behandlung

Ziel der Behandlung ist, die Schmerzen zu lindern und die Schulterfunktion wiederherzustellen. Dies gelingt bei den meisten Patient*innen ohne Sehnenriss mit einer Kombination aus Medikamenten und Physiotherapie (konservative Behandlung):

  • Schmerzlindernde Medikamente (z. B. Ibuprofen oder Diclofenac-Salbe).
  • Bewegungstherapie in Kombination mit manueller Therapie in einer physiotherapeutischen Praxis
  • Eigenübungsprogramm nach Anleitung durch Physiotherapeut*innen
  • Pendelübungen des herabhängenden Armes: Nehmen Sie ein leichtes Gewicht (z. B. Wasserflasche) in die Hand und pendeln Sie den Arm 1 Minute lang hin und her. Machen Sie drei Durchgänge täglich.
  • Tapeverband
    • Es ist nicht wissenschaftlich bewiesen, dass Tapeverbände helfen, jedoch berichten einige Patient*innen über eine Schmerzlinderung und verbesserte Beweglichkeit des Armes.
  • Das Spritzen von Kortison oder thrombozytenreichem Plasma („Eigenbluttherapie“) wirkt schmerzlindernd und kann die Beweglichkeit verbessern.

Operation

  • Bei sportlich aktiven, jungen Patient*innen mit guter Sehnenqualität wird ein Sehnenriss operiert.
  • Bei nicht ausreichendem Ansprechen der konservativen Therapie über einen Zeitraum von mehr als 3 Monaten bei älteren Patient*innen kann eine Operation erwogen werden.
Logo von Deximed

Dieser Artikel wird Ihnen bereitgestellt von Deximed.
Lesen Sie hier den vollständigen Originalartikel.

Die Inhalte auf team-praxis.de stellen keine Empfehlung bzw. Bewerbung der beschriebenen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch eine*n Ärzt*in oder Apotheker*in und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Lesen Sie dazu mehr in unseren Haftungshinweisen.

In unserer Gesundheitsdatenbank suchen

Inhaltsverzeichnis anzeigen

Wissenswertes aus den hausärztlichen Praxen

Stopp
Gesundheit
Wissen, wann genug ist

Über Suchterkrankungen sprechen die meisten Menschen nicht gern.


Zum Beitrag
Heuschnupfen
Gesundheit
Juckende Augen und triefende Nasen: Hilfe bei Heuschnupfen

Leichte Symptome lassen sich oft durch einfache Maßnahmen lindern.


Zum Beitrag
Frau mit Hitzewallung
Gesundheit
Sind das die Wechseljahre?

Warum die Wechseljahre auch in der hausärztlichen Praxis Thema sind


Zum Beitrag

Kontaktieren Sie uns

Haben Sie Fragen zu den hausärztlichen Praxen?fragen@team-praxis.de

Zum Kontaktformular

Haben Sie Fragen zum Hausarztprogramm?hausarztprogramm@team-praxis.de

Zum Kontaktformular

Möchten Sie eine detaillierte Beratung zum Programm?Dann rufen Sie uns an.

Jetzt anrufen
TeamPraxisHausärtzinnen- und Hausärzteverband

TeamPraxis ist das Portal der hausärztlichen Praxen in Deutschland. Denn Gesundheit ist Teamsache.

Sie sind Ärzt*in und haben Interesse am Hausarztprogramm?
Informieren Sie sich unter www.hzv.de.