Spannungspneumothorax

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Was ist ein Spannungspneumothorax?

Definition

Ein Spannungspneumothorax entsteht, wenn Luft in den Pleuraraum (dünner Spalt zwischen der äußeren Oberfläche der Lunge und der Innenseite der Brustwand) gelangt und nicht mehr entweichen kann. Mit jedem Atemzug gelangt mehr Luft in den Pleuraraum, wodurch sich der Druck auf die Lunge und Venen, die zum Herz führen, immer stärker erhöht.

Ein Spannungspneumothorax ist akut lebensbedrohlich und muss umgehend behandelt werden!

Symptome

Bei einem Spannungspneumothorax treten zunehmende Atemprobleme mit sehr schneller Atmung und Atemnot auf. Patient*innen haben Angst und Schmerzen im Bereich des Brustkorbes, die sich beim Husten oder tiefen Einatmen verstärken. Durch durch den Überdruck im Brustkorb wird der Blutstrom zum Herzen gestört. Es kommt zum akuten Rechtsherzversagen mit Schock. Innerhalb weniger Minuten kann es zum Herz-Kreislauf-Stillstand und zum Tod kommen.

Ursachen

Auslöser für einen Spannungspneumothorax sind bei den meisten Patient*innen Verletzungen, bei denen ein Gegenstand in den Brustkorb eindringt (z. B. Stich- oder Schussverletzung), Unfälle, bei denen hohe Kräfte auf den Brustkorb eingewirkt haben (z. B. Verkehrsunfall oder Sturz aus großer Höhe) und Rippenbrüche.

Nur selten tritt ein Spannungspneumothorax im Rahmen einer Lungenerkrankung (z. B. Asthma oder chronisch obstruktive Lungenkrankheit, COPD) auf.

Werden Patient*innen künstlich beatmet, kann es zur Entwicklung eines Spannungspneumothorax kommen, wenn bereits ein Pneumothorax (Luftansammlung zwischen dem inneren und äußeren Lungenfell) besteht.

Häufigkeit

  • Ein Spannungspneumothorax ist selten und tritt meist als Folge von Unfällen und schweren Verletzungen am Brustkorb auf. Er gilt in diesem Zusammenhang als die häufigste Ursache für einen Herz-Kreislauf-Stillstand.
  • Ein nicht behandelter Spannungspneumothorax wurde als eine der häufigsten möglicherweise vermeidbaren Todesursachen identifiziert.

Untersuchungen

Die meisten Patient*innen mit einem Spannungspneumothorax sind schwer verletzt und werden notärztlich behandelt. Die behandelnden Ärzt*innen achten auf Notfallzeichen wie eine schnell zunehmende Atemnot, abgeschwächte oder fehlende Atemgeräusche auf der betroffenen Körperseite, hervortretende Adern am Hals, Sauerstoffmangel und gesteigerte Atemfrequenz, Herzrasen und niedriger Blutdruck, Zeichen eines Schocks oder Herzstillstands.

Liegt ein Spannungspneumothorax vor, muss dieser umgehend behandelt werden. Weitere Untersuchungen (Ultraschall, EKG, Blutgasanalyse) werden im Krankenhaus erst nach der Notfallversorgung vorgenommen.

Behandlung

Ziel der Therapie ist, die Luft aus dem Pleuraraum zu entlassen und damit den Druck zu senken. Dafür wird noch am Unfallort eine Spritzenkanüle oder ein Drainageschlauch durch die Brustwand in den Pleuraraum eingeführt. Besteht ein Sauerstoffmangel, erhalten Patient*innen gleichzeitig Sauerstoff.

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