Akute Schleimbeutelentzündung in der Schulter
Akute Schleimbeutelentzündung in der Schulter
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Was ist eine akute Schleimbeutelentzündung der Schulter?
Definition
Schleimbeutel gibt es dort, wo Sehnen gegen einen Knochen, Bänder oder andere Sehnen reiben und wo die Haut über knöchernen Vorsprüngen entlang verläuft. Ein Schleimbeutel hat die Aufgabe, Reizungen vorzubeugen und trägt dazu bei, dass sich verschiedene Strukturen um ein Gelenk herum zueinander reibungslos bewegen können. In der Schulter gibt es mehrere Schleimbeutel.
Manchmal treten Entzündungen bei solchen Schleimbeuteln in der Schulter auf. Dies wird in der Fachsprache Bursitis genannt. Die Schleimbeutel schwellen an, füllen sich mit Flüssigkeit und verursachen dadurch Schmerzen.
Eine akute Schleimbeutelentzündung in der Schulter ist sehr schmerzhaft und wird von erheblichen Funktionsstörungen begleitet.
Symptome
Die Schmerzen in der Schulter entwickeln sich über 2–3 Tage. Die Beweglichkeit der Schulter ist dadurch eingeschränkt. Die Schmerzen treten teilweise auch in Ruhe oder nachts auf. Manchmal werden die Schmerzen so schlimm, dass man nicht schlafen kann. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten mit der Schulter, z. B. beim Anziehen. Das Schultergelenk kann geschwollen sein.
Ursachen
Eine akute Schleimbeutelentzündung der Schulter entsteht häufig bei Überlastungen, z. B. Arbeiten über Kopf oder Werfen. Sie kann auch begleitend bei Verletzungen der Schultersehnen auftreten. Auch rheumatische Erkrankungen können zu einer Schleimbeutelentzündung führen.
Häufigkeit
Eine Schleimbeutelentzündung ist ein häufiger Grund für Schulterschmerzen.
Untersuchungen
- Die Anamnese (Krankengeschichte) lenkt den Verdacht auf die Erkrankung.
- Ihre Ärztin/Ihr Arzt führt eine Untersuchung der Arme und Schulter durch. Dabei werden die Schultergelenke abgetastet und die Beweglichkeit überprüft.
- Bakterielle Infektionen und rheumatische Erkrankungen können mit Blutuntersuchungen ausgeschlossen werden.
- Die Diagnose kann bestätigt werden, indem ein lokales Betäubungsmittel in die betroffene Stelle der Schulter gespritzt wird. Die Schmerzen sollten dann nachlassen.
Bildgebende Untersuchungen
- Im Ultraschall lassen sich der entzündete, vergrößerte Schleimbeutel und vermehrte Flüssigkeitseinlagerungen erkennen.
- Andere Erkrankungen der Schulter können mit bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder Magnetresonanztomografie (MRT) ausgeschlossen werden.
Behandlung
- Das Ziel der Behandlung ist es, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wiederherzustellen.
- Zunächst sollten Sie die Schulter schonen und mit kalten Kompressen kühlen.
Medikamente
- Um die Schmerzen zu lindern und die Entzündung einzudämmen können Sie Schmermittel (NSAR) einnehmen. Auch eine lokale Anwendung (z. B. mit Diclofenac-Gel) ist möglich.
- Spritzen mit Kortison in den gereizten Schleimbeutel führen in ersten 6–8 Wochen zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden.
Physiotherapie
- Ziel der Physiotherapie ist, den Kopf des Oberarmknochens richtig in der Gelenkpfanne zu positionieren und so ein Einklemmen des Schleimbeutels zu vermeiden.
- Training mit elastischen Widerstandsbändern (Thera-Bändern) wird empfohlen, um die Schulterfunktion zu verbessern.
Operation
- Wenn die anderen Maßnahmen nicht wirken, kann eine Entfernung des betroffenen Schleimbeutels erwogen werden.
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