Sarkome in Knochen und im Weichgewebe

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Was ist ein Sarkom?

Definition

Bei Sarkomen handelt es sich um eine Gruppe von Krebserkrankungen, die in allen Körperregionen auftreten können. Es wird zwischen den beiden Hauptgruppen der Weichteil- und der Knochensarkome unterschieden:

  • Weichteilsarkome entstehen u. a. in Muskeln, Fettgewebe, Bindegewebe, Blut- und Lymphgefäßen sowie Nerven. Sie treten am häufigsten an den Armen, Beinen und am Körperstamm auf.
  • Die Knochensarkome umfassen hauptsächlich das Osteosarkom, Chondrosarkom und Ewing-Sarkom.

Symptome

Die Symptome und Anzeichen sind abhängig von der Lage und der Art des Sarkoms. Bei einem Knochensarkom sind die ersten Symptome häufig Schmerzen im betroffenen Bereich, die zunächst oft einer Verletzung zugeschrieben werden. Bei einigen Patient*innen macht sich die Erkrankung durch einen Knochenbruch an der entsprechenden Stelle bemerkbar.

Bei einem Weichteilsarkom sind die Symptome meist nicht charakteristisch, oft handelt es sich hier um eine schmerzfrei zunehmende Schwellung. Bei großen Tumoren sind Kribbelgefühle oder Gefühlsstörungen möglich, da diese auf Nerven drücken können.

Ursachen

Die Ursachen der Erkrankung sind weitgehend unbekannt. Die Mehrzahl der Sarkome entsteht, ohne dass bei den Betroffenen Risikofaktoren erkennbar wären. Dennoch sind einige Faktoren bekannt, die möglicherweise bei der Entstehung der Erkrankung eine Rolle spielen:

  • Bestrahlung
  • Chemotherapie
  • Berufe mit Kontakt zu Polyvinylchlorid (PVC) oder Asbest
  • Infektionen mit bestimmten Viren
  • genetische Gründe.

Häufigkeit

Sarkome machen etwa 2 % aller Krebserkrankungen aus, die Zahl der Neuerkrankten in Deutschland wird auf durchschnittlich 7.000 pro Jahr geschätzt. Sarkome sind in allen Altersgruppen zu beobachten. Bei Weichteilsarkomen nimmt die Häufigkeit mit dem Alter zu. Osteosarkome und Ewing-Sarkome treten hauptsächlich bei Kindern und Jugendlichen auf.

Untersuchungen

Bei einem konkreten Verdacht auf Sarkome werden die Patient*innen für die Untersuchung und Behandlung zu Spezialist*innen in ausgewiesene Sarkom-Zentren überwiesen.

Die Ultraschalluntersuchung ist häufig die erste Untersuchung bei Schwellungen in den Weichteilen. Sie hilft grundsätzlich bei der Abgrenzung von gutartigen Tumoren (z. B. Lipom, Zyste, Abszess).

Bei den meisten Sarkomen ist die MRT mit Kontrastmittel das wichtigste bildgebende Verfahren. Mitunter wird auch eine CT, PET oder Skelettszintigrafie eingesetzt.
Bei Verdacht auf ein Knochensarkom werden Röntgenbilder des betroffenen Knochens und der benachbarten Gelenke angefertigt.

Zur Sicherung der Diagnose und zur Bestimmung des Tumortyps wird in der Regel eine Gewebeprobe entnommen und untersucht (Biopsie).

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der Art und dem Stadium des Sarkoms. Ziel ist es, den Tumor vollständig zu entfernen und die Erkrankung zu heilen. Ist die Krankheit weiter fortgeschritten steht die Symptomlinderung im Vordergrund.

Folgende Therapieoptionen kommen in Betracht:

  • am häufigsten Operation mit Entfernung des Tumors
  • Strahlentherapie vor oder nach einer Operation
  • Chemotherapie nach einer Operation oder auch, wenn eine Operation nicht möglich ist.
  • Hitzebehandlung des Tumors (regionale Hyperthermie) in Kombination mit Chemotherapie.
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