Rhinitis durch Arzneimittel

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Was ist eine Rhinitis durch Arzneimittel?

Definition

Eine Rhinitis (Nasenschleimhautentzündung) durch Arzneimittel ist eine verstopfte Nase, die durch den längeren Gebrauch von schleimhautabschwellenden Nasensprays bzw. Nasentropfen (Rhinitis medicamentosa) verursacht wird oder als Nebenwirkung bei einigen Medikamenten (Arzneimittel-Rhinitis) auftreten kann.

Symptome

Bei einer Rhinitis durch Arzneimittel ist die Nase verstopft. Anders als bei einem erkältungsbedingten Schnupfen läuft die Nase jedoch nicht und Patient*innen bemerken weder einen Schleimfluss in Hals und Rachen, noch müssen sie niesen.

Typisch für eine Rhinitis durch Arzneimittel ist die Zunahme der Symptome mit der Behandlungsdauer. Einige Patient*innen berichten zudem von Schnarchen und Schlaflosigkeit aufgrund der erneuten Verstopfung der Nase sowie Mundatmung mit Mundtrockenheit und Halsschmerzen.

Ursachen

Schleimhautabschwellende Nasensprays und -tropfen

Schleimhautabschwellende Nasensprays und Nasentropfen bewirken, dass sich die kleinen Blutgefäße in der Nasenschleimhaut zusammenziehen. Die Nasenschleimhaut wird dadurch weniger durchblutet, schwillt ab und die Nase ist wieder frei. Dies funktioniert ein paar Tage lang gut, bei einer Anwendung von mehr als 4–6 Tagen kommt es jedoch zu einem Gewöhnungseffekt. Die Wirkung bleibt immer kürzer bestehen, wodurch Patient*innen immer häufiger zum Nasenspray greifen und/oder höhere Dosen anwenden, die abermals nur eine kurze Wirkdauer haben. So entsteht ein Teufelskreis.

Medikamente

Bei einigen Medikamenten kommt die verstopfte Nase als Nebenwirkung vor. Dazu gehören nicht-steroidale Antirheumatika (Schmerzmittel, z.B. Ibuprofen), blutdrucksenkende Medikamente, Hormonpräparate, Medikamente gegen Errektionsstörungen (Phosphodiesterase-5-Inhibitoren), Sympatholytika, Antidepressiva und Medikamente zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion (Carbimazol, Propylthiouracil).

Häufigkeit

Eine Rhinitis durch Arzneimittel kommt häufig vor, insbesondere junge Erwachsene und Erwachsene im mittleren Alter sind betroffen.

Untersuchungen

Die Diagnose wird auf Grundlage der Krankengeschichte und einer Begutachtung von Nase und Rachen gestellt. Weitere Untersuchungen sind bei den meisten Patient*innen nicht notwendig.

Behandlung

Die Therapie ist das Absetzen des auslösenden Medikaments. Bei abschwellenden Nasensprays oder Nasentropfen ist dabei ein langsames Absetzen der Dosierung sinnvoll, um das erneute Anschwellen der Nasenschleimhaut und das Gefühl einer besonders verstopften Nase (Rebound) zu verhindern. Dafür können die Abstände zwischen den einzelnen Anwendungen verlängert, die Anwendung nur in jeweils einem Nasenloch erfolgen oder die Lösung verdünnt werden. Die meisten Patient*innen bemerken nach 1–2 Wochen, dass die Verstopfung der Nase zurückgeht, nach 4–6 Wochen klingen die Symptome in der Regel vollständig ab. In einigen Fällen kann es bis zu 1 Jahr dauern.

Eine weitere medikamentöse Therapie ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Bei einer schweren Rhinitis können die Beschwerden während des Absetzens des Nasensprays oder der Nasentropfen durch entzündungshemmende Medikamente (Kortikosteroide) gelindert werden. Sie werden in den meisten Fällen in Form eines Nasensprays direkt auf die Nasenschleimhaut verabreicht. Eine Alternative stellen Antihistaminika (antiallergische Wirkstoffe) dar, die auch in Kombination mit Kortikosteroiden eingesetzt werden können.

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