Pityriasis alba

Pityriasis alba

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Was ist Pityriasis alba?

Definition

Bei der Pityriasis alba handelt es sich um eine gutartige chronische Hautreaktion unbekannter Ursache, die sich in Form von hellroten, leicht schuppenden Flecken äußert. Diese gehen später wieder zurück und hinterlassen helle Hautareale mit schwacher Pigmentierung. Mikroskopisch findet sich eine milde, unspezifische Hautentzündung mit verminderter Pigmentproduktion.

Symptome

In den meisten Fällen verläuft die Pityriasis alba asymptomatisch, es kann allerdings ein leichter Juckreiz auftreten. Im Anfangsstadium äußert sie sich als Ausschlag mit hellroten Flecken, der stellenweise geringfügig schuppen kann. Nach einer Weile geht der hellrote Ausschlag wieder zurück, vielen Patient*innen fällt er nicht einmal auf oder sie vergessen ihn schlichtweg. Bei dunkelhäutigen Personen ist die Hypopigmentierung besser sichtbar, bei hellhäutigen tritt der Ausschlag zuweilen erst nach dem Sonnenbad deutlich zutage.

Das klinische Erscheinungsbild kann in seiner Ausprägung stark variieren. Häufig halten die Hautveränderungen über 12–24 Monate an, erneute Ausschläge können schubweise auftreten. Die einzelnen Flecken können rund, oval oder unregelmäßig sein und schuppen leicht. Ihre Farbe kann zwischen rötlich, rosa oder hautfarben variieren. Meist lassen sich 4–5 Flecken gleichzeitig beobachten, die Anzahl kann jedoch bis hin zu mehr als 20 Stück reichen. Der Durchmesser beträgt im Schnitt 0,5–2 cm, insbesondere im Rumpfbereich können aber auch größere Flecken auftreten.

Bei Kindern befindet sich der Ausschlag meist im Gesicht, vor allem rund um den Mund sowie auf den Wangen und dem Kinn. Rund 20 % der betroffenen Kinder weisen einen Ausschlag an Hals und Armen auf. Gelegentlich beschränkt sich der Ausschlag auf den Körper und die Extremitäten, während das Gesicht nicht betroffen ist.

Ursachen

Die Ursache ist unbekannt. Ein wiederholt beobachteter Faktor scheint trockene Haut in Verbindung mit kalter und trockener Luft zu sein. Pityriasis alba ist nicht ansteckend, und sie wird nicht durch Mikroorganismen hervorgerufen. Sie ist häufig als Hautveränderung im Rahmen der Neurodermitis (atopisches Ekzem) betrachtet worden, kann aber auch unabhängig davon auftreten. Meist tritt die Erkrankung bei Menschen mit bekannten Überempfindlichkeitsreaktionen auf.

Häufigkeit

Es handelt sich um eine häufige Erkrankung. In den USA sind etwa 5 % aller Kinder betroffen. In Afrika ist Pityriasis alba mit 18 % der Bevölkerung in Ägypten und 20 % in Mali ebenfalls häufig. 90 % aller Fälle treten vor dem 12. Lebensjahr auf. Am häufigsten sind Kinder im Alter zwischen 3 und 16 Jahren betroffen, die Pityriasis alba kann aber auch bei Erwachsenen vorkommen.

Untersuchungen

  • Die Diagnose von Pityriasis alba erfolgt anhand des typischen Erscheinungsbildes und der Beschreibungen der Patient*innen.
  • Darüber hinaus sind meist keine Untersuchungen nötig.
  • Eventuell kann eine Untersuchung der Flecken unter speziellem Schwarzlicht durchgeführt werden.
  • Ggf. können per Mikroskop Hinweise auf andere Hautkrankheiten oder Pilzinfektionen gefunden werden.
  • Eine Gewebeprobe der Haut muss nur in seltenen Fällen entnommen werden.

Behandlung

  • Pityriasis alba heilt von selbst aus und muss meist nicht behandelt werden.
  • Sonnenschutz als kosmetische Maßnahme
  • Bei Bedarf kann eine pflegende Feuchtigkeitscreme verwendet werden.
  • Bei leichtem Juckreiz oder Hautreizungen kann eine Lokalbehandlung mit hydrokortisonhaltiger Creme (1 %) versucht werden, die die Rötung sowie den Juckreiz mildert und die Repigmentierung beschleunigt.
  • Nur in seltenen Fällen sind entzündungshemmende und das Immunsystem unterdrückende Medikamente erforderlich.
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