Fehlbildungen des äußeren Ohres

Fehlbildungen des äußeren Ohres

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Was sind Fehlbildungen des äußeren Ohres?

Definition

Dabei handelt es sich um Fehlbildungen der Ohrmuschel, eventuell einhergehend mit Fehlbildungen des Gehörgangs oder des Trommelfells. Ein Ohr oder beide Ohren können davon betroffen sein. Das sind die häufigsten Fehlbildungen:

  • Abstehende Ohren (Segelohren)
  • Mikrotie: Die Ohrmuschel ist nicht voll ausgebildet und kleiner als normal.
  • Anotie: Die Ohrmuschel fehlt komplett.
  • Kleine Vertiefungen oder Verbindungsgänge der Haut zum Mittelohr
  • Anhängsel aus Haut, Fettgewebe oder Knorpel in der Nähe der Ohrmuschel
  • Der äußere Gehörgang fehlt oder ist verschlossen; womöglich ist auch das Trommelfell nicht vollständig ausgebildet.

Symptome

Ästhetische Beeinträchtigung. Bei manchen Fehlbildungen kann es zu einem verminderten Hörvermögen kommen.

Ursachen

Fehlbildungen entstehen während der Schwangerschaft und können unterschiedliche Ursachen haben. Einige beruhen auf genetischen Mutationen während der Embryonalentwicklung. Auch eine Virusinfektion während der Schwangerschaft kann zu einer Fehlbildung führen. Verschiedene Medikamente, die während der Schwangerschaft eingenommen werden, können ebenfalls verantwortlich sein.

Häufigkeit

Dass die Ohrmuschel fehlt oder nicht vollständig ausgebildet ist, kommt bei 1–3 von 10.000 Neugeborenen vor. Deutlich häufiger sind kleine Löcher vor der Ohrmuschel. Abstehende Ohren (Segelohren) kommen ebenfalls häufig vor, werden aber nicht als krankhaft angesehen.

Untersuchungen

In der Arztpraxis werden Ohrmuschel, Gehörgang und Trommelfell eingehend untersucht. So lässt sich sicher herausfinden, ob tatsächlich eine Fehlbildung vorliegt oder womöglich eine Verletzung oder Infektion des Ohres. HNO-Ärzt*innen können mittels einer Audiometrie das Hörvermögen testen.

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Diagnose:

  • Ist das Ohr nicht voll ausgebildet, so kann es ab dem Alter von 4–6 Jahren chirurgisch durch körpereigenes Gewebe oder künstliche Materialien aufgebaut werden.
  • Ein vermindertes Hörvermögen aufgrund eines verschlossenen Gehörgangs kann ab einem Alter von 5 Jahren chirurgisch behandelt werden. Schon davor sollte ein Hörgerät angeboten werden.
  • Anhängsel an der Ohrmuschel werden meist aus kosmetischen Gründen chirurgisch entfernt, Vertiefungen werden in der Regel nicht behandelt.
  • Bei abstehenden Ohren kann aus kosmetischen oder psychischen Gründen ggf. die Form des Ohrknorpels verändert werden, um den Abstand der Ohren zum Kopf zu verringern.

Quellen

Autor

  • Claus Peter Simon, Wissenschaftsjournalist, Hamburg

Quellen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Fehlbildungen des äußeren Ohres. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

  1. Isaacson GC. Congenital anomalies of the ear. UpToDate, last updated Sep 2023. www.uptodate.com
  2. Zhang TY, Bulstrode N, Chang KW, et al. International Consensus Recommendations on Microtia, Aural Atresia and Functional Ear Reconstruction. J Int Adv Otol. 2019 Aug;15(2):204-208. www.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie. Ohrkorrektur. Abruf 01.10.2024. www.dgpraec.de
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