Myofasziales Schmerzsyndrom

Myofasziales Schmerzsyndrom

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Was ist das myofasziale Schmerzsyndrom?

Definition

Das „myofasziale Schmerzsyndrom“ ist eine Fachbezeichnung für eine Erkrankung mit anhaltenden Schmerzen in einem verspannten und druckempfindlichen Muskel, eventuell auch einer begrenzten Muskelgruppe. „Myo“ bedeutet Muskel, und die Faszie ist die Haut rund um den Muskel. Als myofasziales Schmerzsyndrom werden die Symptome erst bezeichnet, wenn sie über längere Zeit anhalten. Als Grenze werden häufig 3 Monate genannt.

Symptome

Die meisten Betroffenen empfinden eine angespannte Muskulatur und einen anhaltenden, tiefsitzenden Muskelschmerz im Nacken-, Schulter- oder Rückenbereich. Bei Frauen kann sich die Erkrankung auch durch Schmerzen im Unterleib äußern. In der betroffenen Muskelgruppe kann eine druckempfindliche Verhärtung tastbar sein. Manche Betroffene haben empfindliche Triggerpunkte und bei Druck auf diese Punkte strahlt der Schmerz aus. So kann es sich anfühlen, als sitze der Schmerz außerhalb des Muskels in einem angrenzenden Gelenk. Typisch ist, dass die Schmerzen allmählich zunehmen, und dass mit der Zeit immer geringere Belastungen oder weniger Druck ausreichen, um den Schmerz auszulösen. Die Schmerzen können von Stress, Anspannung, Angst und gestörtem Schlaf begleitet sein.

Ursachen

Wahrscheinlich wird die Erkrankung durch eine Kombination aus individueller Anfälligkeit und äußerer Beanspruchung ausgelöst. In den meisten Fällen liegt die Ursache wahrscheinlich darin, dass ein Muskel über längere Zeit immer wieder einseitig belastet wird, was zu kleinen Verletzungen der Muskelfasern führt. Dadurch kann sich der Muskel entzünden oder gereizt werden. Auch anhaltende Anspannung kann zu solchen Verletzungen führen. Monotone Bewegungsabläufe mit einseitiger Belastung begünstigen die Entwicklung eines myofaszialen Schmerzsyndroms.

Häufigkeit

Das myofasziale Schmerzsyndrom ist die häufigste Form von lokal begrenzten Muskelschmerzen.

Untersuchungen

  • Für die Diagnose ist eine gründliche ärztliche Untersuchung mit dem Nachweis von Triggerpunkten in der Regel ausreichend.
  • Eine Blutuntersuchung wird bei Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung durchgeführt.
  • Bei Unsicherheit kann eine spezielle Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden (Strain-Elastografie).

Behandlung

  • Es gibt nicht die eine Behandlung, die bei allen Betroffenen anschlägt. Deshalb kommt eine ganze Reihe unterschiedlicher Behandlungsmethoden zum Einsatz, und viele verschiedene Techniken können zu einer Besserung führen.
  • Eigendehnungsübungen
  • Physiotherapie
    • verschiedene Ansätze zur Dehnung und Entspannung der Muskulatur sowie zur Kräftigung
  • Übungen oder Training
    • aerobes Training in Kombination mit Krafttraining
    • Triggerpunktmassage und Muskeldehnung
  • Triggerpunkt-Injektionen
    • Einige Berufsgruppen wenden eine spezielle Nadelbehandlung („Dry Needling“, ähnelt der Akupunktur) an. Dabei werden Nadeln in die druckempfindlichen Punkte gestochen. Manchmal werden mithilfe von Nadeln auch örtliche Betäubungsmittel oder Kochsalzlösung gespritzt („Wet Needling“).
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)
  • (Laser-)Akupunktur
  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Schmerzstillende Medikamente können über kürzere Zeiträume mit starken Schmerzen sinnvoll sein.
    • Ibuprofen über einige Tage
    • Diclofenac-Gel
    • Lidocain-Pflaster
    • Antidepressiva (Amitriptylin)
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