Morton-Metatarsalgie
Morton-Metatarsalgie
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Was ist eine Morton-Metatarsalgie?
Definition
Bei der Morton-Metatarsalgie (Morton-Neurom) handelt es sich um Schmerzen im Mittel- und Vorfuß, die sich mit Brennen und Missempfindung (Kribbeln/Ameisenlaufen) im Fußballen und im Zehenzwischenraum der 3. und 4. Zehe äußern.
Symptome
Die stechenden oder brennenden Schmerzen und Empfindungsstörungen (Taubheitsgefühl) im Breich des Mittel- und Vorfußes verstärken sich häufig nach Belastung und dem Tragen von engen Schuhen und strahlen bis in die Zehen aus. Oftmals haben die Betroffenen auch das Gefühl „wie auf einer Murmel zu laufen”.
Häufigkeit
Die Morton- Metatarsalgie ist die häufigste Ursache für Mittelfußschmerzen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Eine Fußfehlstellung (z. B. Spreizfuß) wirkt begünstigend aus auf die Entwicklung der Erkrankung.
Ursachen
Ursächlich für die Entstehung der Schmerzen ist eine gutartige Wucherung mit Verdickung des Nervengewebes und der die Nerven umgebenden Strukturen. Diese kommt durch eine chronische Reizung durch Druck und Reibung (z. B. in Folge o. g. Fußfehlstellungen oder häufige starke Belastung, z. B. bei Sportler*innen) zustande.
Untersuchungen
- Durch Zusammendrücken der Mittelfußköpfchen der 3. und 4. Zehe kann die untersuchende Person bei gleichzeitigem Druck auf den Zehenzwischenraum einen für die Morton-Metatarsalgie klassischen stechenden und brennenden Schmerz auslösen (Mulder-Zeichen).
- Je nach Größe der Wucherung ist während der Untersuchung auch das Neurom selbst als kleine, knotenförmige Struktur tastbar.
- In vielen Fällen fällt ein V- förmiges Auseinanderweichen der Zehen aufgrund einer Verbreiterung des Zehenzwischenraums auf (Victory-Zeichen).
- Zur Diagnosesicherung und Beurteilung der Größe der Nervengeschwulst ist eine Magnetresonanztomografie (MRT) das Mittel der Wahl. Zum Ausschluss anderer Ursachen können die Ärzt*innen zunächst eine Röntgenuntersuchung des Vorfußes in zwei Ebenen veranlassen.
Behandlung
- Zur Schmerzreduktion empfiehlt sich zunächst ein konservatives Vorgehen mit Verordnung von Einlagen zur Unterstützung des Fuß-Quergewölbes und das Tragen von breit geschnittenen Schuhen mit weicher Sohle und flachem Absatz. Auch Kältetherapie oder Elektrotherapie (Iontophorese) können zum Einsatz kommen.
- Bei weiter bestehenden Beschwerden können Fachärzt*innen für Orthopädie schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente in das betroffene Gewebe einspritzen (Infiltrationstherapie, z. B. mit Kortison).
- Alternativ können auch das Einspritzen von Alkohol (Ethanol) mit Wirkung bei ca. 1/3 der Patient*innen oder die Infiltration von Botulinumtoxin (deutliche Schmerzlinderung bei 70 % der Patient*innen innerhalb von 3 Monaten) erwogen werden.
- Bei weiterer starker Beeinträchtigung trotz konservativer Therapie wird die Indikation zum operativen Eingriff gestellt. Dabei wird entweder das verdickte Gewebe im Umfeld des Nerven entfernt oder eine dauerhafte Ausschaltung der Leitfähigkeit des Nerven mit resultierender bleibender Gefühllosigkeit im Zehenzwischenraum vorgenommen.
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