Mausarm
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Was ist ein Mausarm?
Definition
Wer sich als Berufsanfänger*in in die Computerarbeit gestürzt hat, hat vielleicht schon Bekanntschaft mit ihm gemacht: dem Mausarm. Unter dem Mausarm (Repetitive Strain Injury, RSI) versteht man Beschwerden, die bei wiederholter, monotoner Belastung der Muskulatur entstehen können. Der Begriff umfasst verschiedene Symptome, die bei wiederholter Anspannung von Muskeln, Gelenkbändern, Sehnen und Nerven auftreten.
Symptome
Zu den Beschwerden eines Mausarms zählen Schmerzen in den Fingern, in der Hand und im Arm. Auch Nackenschmerzen können auftreten. Wo genau es schmerzt, hängt davon ab, welche Strukturen überanstrengt sind, und bei längerer Arbeit am Computer nehmen die Beschwerden häufig zu.
Ursachen
Der Mausarm entsteht bei einer Überlastung des Bewegungsapparates. Fachleute vermuten, dass die Sehnen durch die wiederkehrende Belastung einen Teil ihres Bindegewebes verlieren. Wenn der Arm nun weiterhin auf dieselbe Art und Weise benutzt wird, können die Sehnen nicht heilen und nehmen immer mehr Schaden. Ein Mausarm tritt also dann auf, wenn der Arm immer wieder auf gleiche Weise bewegt und angespannt wird. Außerdem führt Kopfarbeit zu Muskelarbeit: Wenn Sie sich geistig sehr anstrengen oder gestresst sind, steigt auch die Spannung Ihrer Muskeln – das Risiko für einen Mausarm ist erhöht. Eventuell spielt auch eine Entzündung von Nervenfasern im Arm eine Rolle.
Häufigkeit
Es handelt sich um eine häufige Erkrankung, die in letzter Zeit immer öfter vorkommt. In Berufen mit viel Computerarbeit sind die Zahlen deutlich höher als in anderen. Wenn Sie viel Zeit mit Computerspielen verbringen oder auch Ihr Smartphone intensiv nutzen, haben Sie ebenfalls ein höheres Risiko. Übrigens sind auch Berufsanfänger*innen häufiger betroffen als andere. Auch andere Tätigkeiten mit monotonen Belastungen führen zur Repetitive Strain Injury, beispielsweise bei Musiker*innen und Sportler*innen.
Untersuchungen
In der Arztpraxis werden Sie zu Ihren Beschwerden befragt, und es werden einige einfache Untersuchungen durchgeführt, um andere Erkrankungen auszuschließen. Zum Beispiel wird festgestellt, ob der Arm oder die Hand gerötet sind und ob sich noch alles vollständig bewegen lässt.
Es kann auch untersucht werden, ob Sie Missempfindungen im Arm oder in der Hand haben, damit z. B. ein Karpaltunnelsyndrom (Einengung der Nervenfasern am Handgelenk) ausgeschlossen werden kann.
Möglicherweise werden Sie gebeten, eine Blutprobe abzugeben. Unter Umständen muss eine Untersuchung mit Ultraschall, Röntgen oder MRT (Magnetresonanztomografie) gemacht werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Behandlung
Falls nötig, kann der Arm für wenige Tage mit einer Schiene ruhiggestellt werden. Ein Medikament wie Ibuprofen kann Ihnen kurzzeitig Linderung verschaffen. Damit beheben Sie jedoch nicht die Ursache Ihrer Beschwerden.
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