Mallet-Finger (Hammer-Finger)
Mallet-Finger (Hammer-Finger)
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Was ist ein Mallet-Finger?
Beim Mallet-Finger liegt eine Verletzung der Fingerspitze vor, die beispielsweise aus einem Schlag durch einen Ball bei Sportarten wie Handball resultieren kann. Sie ist zurückzuführen auf den Abriss der Strecksehne vom Knochen des Endgelenks, die für die Streckung des Fingerendgelenks verantwortlich ist. Typischerweise kann dadurch das letzte Fingergelenk nicht ausgestreckt werden und schmerzt.
Man spricht auch von Hammer-Finger oder Drop Finger.
Sie sollten ärztlichen Rat suchen, wenn Sie nach einer Gewalteinwirkung Schmerzen am Finger haben. Wenn Sie nicht in der Lage sind, das letzte Fingergelenk auszustrecken, spricht vieles dafür, dass die Sehne abgerissen ist.
Diagnostik
Die Diagnosestellung basiert auf der Art, wie die Verletzung entstanden ist, und der Tatsache, dass das Endgelenk des Fingers nicht gestreckt werden kann. Darüber hinaus ist es üblich, eine Röntgenaufnahme des Fingers zu machen, um zu kontrollieren, ob sich beim Abriss der Sehne ein Stück Knochen gelöst hat (Abrissfraktur). Dies ist für die weitere Behandlung und Nachkontrolle von Bedeutung. Daneben müssen andere Frakturen des Fingers ausgeschlossen werden.
Therapie
Wenn keine Abrissfraktur vorliegt und das Endgelenk passiv gestreckt werden kann, wird der Finger mit einer kurzen Schiene in ausgestreckter oder leicht überstreckter Position für etwa 6–8 Wochen immobilisiert. Die beiden Fingergelenke davor bleiben dabei beweglich. Die Schiene muss Tag und Nacht getragen werden und kann dann für ein paar weitere Wochen als Nachtschiene verwendet werden.
Das Fingerendglied darf während der Therapiedauer nicht gebeugt werden, andernfalls muss mit der Immobilisierung von vorne begonnen werden, und es dauert entsprechend länger, bis die Verletzung ausgeheilt ist. Beim Wechsel der Schiene soll die Haut 10–20 Minuten „atmen" können, um Hautschäden durch Feuchtigkeit zu vermeiden. Dabei muss das Fingerendglied gestützt werden, damit die Verletzung nicht erneut aufgerissen wird.
Ist eine volle passive Streckung nicht möglich, kann dies auf eine Einklemmung von Knochen oder Weichteilen hindeuten. In diesem Fall ist eine Operation notwendig. Auch bei Vorliegen einer Abrissfraktur, bei der ein Teil der Gelenkfläche am Knochen abgerissen wurde, kann eine Operation erforderlich sein.
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