Handwurzelfrakturen

Handwurzelfrakturen

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Was sind Handwurzelfrakturen?

Es handelt sich hierbei um Knochenbrüche im Bereich der Handwurzel (Carpus). Diese besteht aus acht Handwurzelknochen, die in zwei Reihen im Bereich der Handfläche angeordnet sind. Die kleinen Knochen bilden zusammen mit festen Bändern eine kompakte, starke Einheit. Die Knochenreihe, die sich an einen der Unterarmknochen (Radius) anschließt, setzt sich zusammen aus Kahn-, Mond-, Dreiecks- und Erbsenbein. Diese Knochen bilden ein Gelenk mit der Speiche (Radius) im Unterarm, sind aber nicht direkt mit der Elle (Ulna) verbunden, da eine Knorpelplatte dazwischenliegt. Die zweite Reihe der Handwurzelknochen liegt darüber und besteht aus dem großen und kleinen Vieleckbein, dem Kopf- und dem Hakenbein. Diese Knochen bilden Gelenke mit den fünf Mittelhandknochen, die dann mit den Fingerknochen verbunden sind.

Symptome

Bei einer Handwurzelfraktur kommt es zu Schmerzen und Schwellung im Bereich der Handwurzel und teilweise zu einer eingeschränkten Beweglichkeit. Häufig ist über dem betroffenen Knochen ein lokaler Druckschmerz auslösbar.

Ursachen

Der häufigste Unfallmechanismus für Handwurzelverletzungen ist der Sturz auf die ausgestreckte Hand. Seltener sind direkte Gewalteinwirkungen, Quetschverletzungen, axiale Krafteinwirkungen oder Stürze auf die gebeugte Hand.

Häufigkeit

  • Handwurzelfrakturen machen 18 % der Knochenbrüche der Hand aus.
  • Die weitaus häufigsten Frakturen im Handwurzelbereich sind Skaphoidfrakturen mit ca. 60–85  % aller Handwurzelfrakturen und ca. 30–40 Frakturen/100.000 Einw. und Jahr.
  • An 2. Stelle folgen Frakturen des Os triquetrum mit 13–15 %.
  • An 3. Stelle liegen Frakturen des Os trapezium mit 1–5 %.
  • Frakturen der übrigen Handwurzelknochen sind dementsprechend sehr selten.

Untersuchungen

In der Arztpraxis wird die Hand zunächst vorsichtig untersucht. Typischerweise ist ein Druckschmerz im Bereich des gebrochenen Knochens auslösbar. Außerdem kann bei der Untersuchung mitunter ein Klicken oder Knirschen zu hören sein, wenn versucht wird, das Handgelenk zu bewegen.

Die Ärzt*innen überprüfen, ob die Durchblutung, Bewegungsfertigkeit und Sensibilität intakt sind, um auszuschließen, dass größere Gefäße oder Nerven verletzt sind.

Anschließend wird eine Röntgenuntersuchung der Handwurzel durchgeführt. Handwurzelfrakturen lassen sich teilweise in einer Röntgenuntersuchung nicht gut darstellen. Wenn trotz eines unauffälligen Röntgenbilds weiterhin eine Fraktur vermutet wird, lässt sich in den meisten Fällen eine sichere Diagnose mithilfe einer CT- oder MRT-Untersuchung stellen.

Behandlung

Ziel der Behandlung ist es, die normale Funktion des Handgelenks wiederzuerlangen und zu verhindern, dass es durch den Bruch zu verfrühtem Gelenkverschleiss oder unzureichender Knochenheilung kommt (Arthrose bzw. Pseudarthrose).

Wenn ein Knochenbruch festgestellt wird, müssen die Bruchstücke in ihre eigentliche anatomische Position zurückgebracht und anschließend operiert werden.

Bei nicht verschobenen Knochenbrüchen kann es ausreichend sein, die Fraktur für die Dauer der Knochenheilung mittels einer Gipsschiene ruhigzustellen. Handwurzelfrakturen müssen sehr sorgfältig behandelt und insbesondere bei nicht-operativer Behandlung kontrolliert werden, um Folgeschäden wie eine ungenügende Knochenheilung oder einen Gelenkverschleiss zu vermeiden.

Zur Schmerzlinderung sind oft Medikamente nötig, bei offenen Frakturen ggf. Antibiotika, um einer Infektion vorzubeugen.

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