Gelbfieber

Gelbfieber

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Was ist Gelbfieber?

Gelbfiebermücke (Aedes aegypti)
Gelbfiebermücke (Aedes aegypti)

Definition

Gelbfieber ist eine Tropenkrankheit, die durch ein Virus der Gattung Flavivirus verursacht wird. Die Übertragung erfolgt durch Mückenstiche. Die Krankheit kann zu einer Entzündung von Lymphgewebe, Leber, Nieren und/oder Herz führen. Eine schwere Gelbfieber-Erkrankung kann letztendlich zu schweren Leberschäden und sogar zum Tod führen.

Symptome

Die ersten Symptome treten in der Regel 3–6 Tage nach der Infektion auf. Die Erkrankung kann einen leichten, grippeähnlichen Verlauf haben (besonders bei Kindern), es kann jedoch auch zu einer schnellen Entwicklung der schweren Krankheit kommen.

Die Krankheit beginnt typischerweise mit plötzlich einsetzendem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen und Übelkeit mit Erbrechen. Möglich sind auch eine Rotfärbung des Gesichts, eine Bindehautentzündung und Blutungen unter der Haut oder an den Schleimhäuten. In den meisten Fällen gehen die Symptome nach 3–4 Tagen zurück. Einige Patient*innen (ca. 15%) erleiden jedoch nach einer kurzzeitigen Besserung innerhalb von 24 Stunden einen Rückfall mit niedrigem Blutdruck und verlangsamten Herzschlag. In diesen Fällen können schwere Symptome mit Leberschäden, Gelbsucht und Nierenversagen auftreten. Unter der Haut, im Darm und in den Harnwegen sind Blutungen möglich.

Ursachen

Gelbfieber wird durch ein Gruppe-B-Arbovirus verursacht, das zur Gattung Flavivirus gehört. Infizierte Menschen oder Affen haben große Mengen des Virus im Blut und infizieren die Überträgermücken. Das Virus wird auch von einer Generation Mücken auf die nächste Generation übertragen. Eine Ansteckung ist in bis zu 2.500 m Höhe möglich.

Häufigkeit

Weltweit erkranken jährlich 140.000–200.000 Menschen an Gelbfieber. Mehr als 90 % aller Erkrankungen ereignen sich in Subsahara-Afrika. Gelbfieber kommt auch in den tropischen Regionen von Süd- und Mittelamerika vor (zwischen dem 15. nördlichen und südlichen Breitengrad). Kinder in diesen Gebieten sind besonders anfällig für Infektionen, da sie noch keine natürliche Immunität entwickelt haben. In Asien tritt die Erkrankung nicht auf.

In Europa wurden zwischen 2000 und 2004 nur 2 Fälle bei ungeimpften Personen gemeldet. In Deutschland trat 1999 eine Gelbfieber-Erkrankung auf, die tödlich verlief und einen nicht gegen Gelbfieber geimpften Mann betraf, der die Republik Elfenbeinküste bereist hatte. Bei geimpften Menschen werden kaum Krankheitsfälle registriert.

Untersuchungen

  • Der eindeutige Nachweis der Erkrankung erfolgt über Blutuntersuchungen, in denen der Kontakt mit dem Virus oder Virusbestandteile direkt nachgewiesen werden.
  • Weitere Untersuchungen können klären, welche Organe betroffen sind.
    • z. B. Blut- und Urinuntersuchung
  • Erkrankte Personen werden zur Isolierung und Behandlung in eine infektiologische Klinikabteilung eingewiesen.

Behandlung

  • Es gibt keine spezifische Therapie gegen Gelbfieber.
  • Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und schwere Organschäden zu verhindern.
    • Besonders die Aufrechterhaltung eines guten Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts ist unerlässlich.
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