Verletzungen des Ellenbogens

Verletzungen des Ellenbogens

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Was ist eine Ellenbogenverletzung?

Definition

Das Ellenbogengelenk ist ein Scharniergelenk, das von drei Knochen gebildet wird: dem Oberarmknochen (Humerus) sowie den beiden Unterarmknochen Speiche (Radius) und Elle (Ulna). Das Gelenk ist von einer Gelenkkapsel umgeben und wird von Bändern und Muskeln zusammengehalten.

Bei einer Verletzung des Ellenbogens kann es zu Knochenbrüchen (Frakturen) oder einer Ausrenkung (Luxation) im Gelenk kommen. Das Gelenk kann aus seiner Position rutschen, indem die Elle nach hinten oder seitlich verschoben wird. Frakturen des Ellenbogens können an mehreren Stellen auftreten.

Symptome

Es treten sofort Schmerzen, Schwellungen und evtl. eine Fehlstellung auf. Die Bewegung im Ellenbogen ist eingeschränkt. 

Ursachen

Eine Verletzung des Ellenbogens entsteht meist infolge eines Sturzes auf die Hand, wobei der Ellenbogen leicht gebeugt ist. Wenn der Arm dabei auswärts gedreht ist, wirken starke Kräfte auf das Ellenbogengelenk, das aus seiner Position rutschen kann.

Derartige Verletzungen ereignen sich häufig beim Sport (z. B. Football, Rugby, Ringen), können aber auch nach einem Sturz oder Verkehrsunfall auftreten.

Häufigkeit

Der ausgerenkte Ellenbogen ist die zweithäufigste Luxation bei Erwachsenen nach der Schulterluxation (ausgerenkte Schulter).

Bei Kindern kommt es häufiger zu einer Teilausrenkung des Speichenköpfchens im Ellenbogen.

Untersuchungen

  • Sie werden gebeten, den Unfallhergang zu beschreiben.
  • Der betroffene Arm wird untersucht und abgetastet.
  • Durch vorsichtige Bewegungen wird die Funktion und Beweglichkeit des Gelenks überprüft. Bei einem Knochenbruch kann es zu einem „Knirschen“ an den Bruchenden kommen, wenn diese gegeneinander schaben. Wenn das Ellenbogengelenk verschoben ist, ist ein federnder Widerstand spürbar.
  • Zudem werden Verletzungen an Nerven und Blutgefäßen sowie an anderen Gelenken ausgeschlossen.

Bildgebende Untersuchungen

  • Die Diagnose wird mit einer Röntgenuntersuchung gestellt. 
  • Manchmal ist eine ergänzende Untersuchung mit Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) sinnvoll, um Begleitverletzungen zu beurteilen.

Behandlung

  • Ziel der Behandlung ist, die Gelenkfunktion wiederherzustellen.
  • Eine einfache Ellenbogenluxation wird im Krankenhaus wieder eingerenkt (sog. Reposition). Dies sollte möglichst frühzeitig geschehen.
  • Besteht parallel dazu ein Bruch, kann eine Operation notwendig sein.

Konservative Behandlung

  • Um das Gelenk einzurenken, wird zur Schmerzlinderung entweder eine örtliche Betäubung oder eine kurze Narkose gegeben.
  • Nachdem das Gelenk wieder in die richtige Position gebracht wurde wird überprüft, ob das Gelenk in alle Richtungen stabil ist.
  • Anschließend wird der Arm mit einem Gips ca. 1 Woche ruhig gestellt.
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen werden empfohlen.
  • Eine physiotherapeutische Behandlung sollte innerhalb der ersten Woche beginnen. Es sollte keine Beugung oder Dehnung über die Schmerzgrenze hinaus erfolgen.
  • Nach 6–8 Wochen kann das Gelenk langsam wieder belastet werden.
  • Kontaktsportarten sind ab 12 Wochen wieder möglich.

Operation

  • Eine Operation ist u. a. erforderlich, wenn das Gelenk sich nicht einrenken lässt oder die konservative Behandlung versagt sowie bei Verletzungen an Nerven oder Blutgefäßen.
  • Auch bei einem Knochenbruch kann ein operativer Eingriff notwendig sein.
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