Baker-Zyste
Baker-Zyste
Dieser Artikel wird Ihnen bereitgestellt von Deximed. Mehr erfahren
Was ist eine Baker-Zyste?
Definition
Zysten sind krankhafte Hohlräume, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. In der Kniekehle nennt man sie Baker-Zyste.
Symptome
Betroffene Personen haben meist keine starken Beschwerden, bemerken aber die zunehmende Schwellung in der Kniekehle. Teils entsteht ein Spannungsgefühl. Auch Schmerzen kommen vor. Da die Zyste auf die Vene in der Kniekehle drücken kann, sind Ödeme im Unterschenkel möglich. Wenn die Zyste einen Nerven komprimiert, kann das zu Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheit führen. Sehr große Zysten können die Beweglichkeit im Knie stören.
Ursachen
Bei Erwachsenen ist die Ursache meist eine Erkrankung des Kniegelenks, die zu einer vermehrten Produktion von Gelenkflüssigkeit führt. Dadurch entsteht ein Gelenkerguss, der zu einem erhöhten Druck im Gelenk führt. Die Flüssigkeit wird in den Schleimbeutel (Bursa) in der Kniekehle gepresst, da an der Vorderseite des Knies kein Platz ist. So entsteht eine Verbindung zwischen Kniegelenk und Bursa. Mit der Zeit schwillt die Bursa an.
Die häufigsten Ursachen sind: Arthrose, Meniskusschaden, andere Verletzungen.
Nur selten kommen Kinder bereits mit einer Zyste auf die Welt.
Häufigkeit
Die Häufigkeit steigt mit dem Alter. 37 % der Personen mit symptomatischer Kniearthrose haben eine Baker-Zyste. Unter den Personen ohne Kniebeschwerden sind nur 2 % betroffen.
Untersuchungen
In der Hausarztpraxis
Die Schwellung in der Kniekehle und mögliche Vorerkrankungen sprechen für eine Baker-Zyste. Einige Erkrankungen sollten ausgeschlossen werden, etwa eine Venenthrombose, vergrößerte Lymphknoten und ein Tumor. Hierzu kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Es kann Blut abgenommen werden, um zu bestimmen, ob eine Entzündung oder eine Thrombose vorliegt.
Wenn festgestellt wird, dass Sie von einer Gelenkerkrankung betroffen sind, die behandelt werden muss, erhalten Sie eine Überweisung an eine Facharztpraxis für Orthopädie.
Bei Spezialist*innen für Orthopädie
Mit einer Ultraschalluntersuchung kann man praktisch jede Zyste erkennen. Röntgenbilder werden gemacht, um die Ursache – etwa eine Arthrose – festzustellen. Mit einer Magnetresonanztomografie (MRT) kann man die Strukturen des Kniegelenks und damit auch die Ursache einer Baker-Zyste gut beurteilen.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt zunächst mit Medikamenten. Zur Therapie der Grunderkrankung kann eine Physiotherapie sinnvoll sein.
Medikamente
- Zysten ohne weitere Beschwerden werden nicht behandelt.
- Sie können für kurze Zeit ein Schmerzmittel erhalten (z. B. 3-mal täglich 400 mg Ibuprofen für 3 Tage).
- Bei anhaltenden Beschwerden kann man die Flüssigkeit aus der Zyste absaugen (Aspiration, Entlastungspunktion) und Kortikosteroide hineinspritzen. Dies verschafft zwar sofort Linderung – die Zyste kehrt aber zurück. Weniger wirksam ist die Injektion ins Kniegelenk (intraartikuläre Injektion).
Operation
Falls eine Behandlung mit Medikamenten versagt, kann man die Zyste entfernen. Dies geschieht im Rahmen einer kleinen Operation, der Gelenkspiegelung (Arthroskopie).
Dieser Artikel wird Ihnen bereitgestellt von Deximed.
Lesen Sie hier den vollständigen Originalartikel.
Die Inhalte auf team-praxis.de stellen keine Empfehlung bzw. Bewerbung der beschriebenen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch eine*n Ärzt*in oder Apotheker*in und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Lesen Sie dazu mehr in unseren Haftungshinweisen.
In unserer Gesundheitsdatenbank suchen
Inhaltsverzeichnis anzeigenWissenswertes aus den hausärztlichen Praxen

Wissen, wann genug ist
Über Suchterkrankungen sprechen die meisten Menschen nicht gern.
Zum Beitrag

Juckende Augen und triefende Nasen: Hilfe bei Heuschnupfen
Leichte Symptome lassen sich oft durch einfache Maßnahmen lindern.
Zum Beitrag

Sind das die Wechseljahre?
Warum die Wechseljahre auch in der hausärztlichen Praxis Thema sind
Zum Beitrag