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Juckende Augen und triefende Nasen: Hilfe bei Heuschnupfen

Leichte Symptome lassen sich oft durch einfache Maßnahmen lindern. Bei stärkeren Beschwerden ist es sinnvoll, mit der Hausärztin oder dem Hausarzt über die Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen.

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Sonja Buske

28.3.2025

Heuschnupfen
Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Heuschnupfen.

Wenn im Frühling die Bäume wieder grün werden und die Wiesen blühen, sorgt das nicht bei jedem für gute Laune: Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Heuschnupfen. Juckende Augen, eine verstopfte oder laufende Nase und ständiges Niesen sind die Folge. Aufgrund des Klimawandels und der damit einhergehenden steigenden Temperaturen beginnt der Pollenflug in den letzten Jahren früher, dauert länger an, und es sind auch mehr Pollen in der Luft. Das führt dazu, dass Allergiker stärker belastet sind und auch zunehmend Menschen empfindlich auf Pollen reagieren, die bisher keine Beschwerden hatten.

Befeuchtende Nasensprays oder Nasenduschen mit isotonischer Kochsalzlösung beruhigen die Nasenschleimhaut, spülen Pollen aus und beugen so einer stärkeren Reizung vor. Bei längeren Haaren ist es zudem sinnvoll, diese abends statt morgens zu waschen. Für viele Patienten reicht diese sanfte Therapie schon aus, um die Beschwerden zu lindern. Sollten die Symptome jedoch anhalten oder sich verschlimmern, ist ein Besuch in der hausärztlichen Praxis sinnvoll. Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt bespricht mit Ihnen ausführlich die weiteren Behandlungsmöglichkeiten. So kann zum Beispiel eine so genannte topische Therapie mit kortisonhaltigen Nasensprays helfen, die Schleimhautabschwellung zu unterstützten. Diese Sprays wirken lokal, sind gut verträglich und können langfristige Folgen wie die Entwicklung eines allergischen Asthmas verhindern. Auch systemische Antihistaminika können hilfreich sein, und werden von vielen Patienten genommen.

Bei schweren Verlaufsformen oder einer sehr starken Pollenallergie könnte eine Hyposensibilisierung der richtige Weg sein. Dabei wird zunächst durch einen Hauttest oder eine Blutuntersuchung festgestellt, auf welche Pollen der Körper allergisch reagiert. Im nächsten Schritt wird das Allergen in sehr niedriger Dosierung – meist mittels Spritze – verabreicht und schrittweise erhöht, sodass der Körper mit der Zeit weniger stark darauf reagiert. Diese Behandlung dauert in der Regel mehrere Jahre, kann aber langfristig zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität führen. Sprechen Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt an, um gemeinsam die für Sie richtige Therapie zu bestimmen.

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Sonja Buske

Sonja Buske hat sich als freie Journalistin auf Themen aus dem Gesundheitswesen spezialisiert.

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