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Gesundheit

Sind das die Wechseljahre?

Warum die Wechseljahre auch in der hausärztlichen Praxis Thema sind

Sandra Wilsdorf
Sandra Wilsdorf

20.3.2025

Frau mit Hitzewallung
Rund neun Millionen Frauen in Deutschland befinden sich derzeit in den Wechseljahren

Schlaflose Nächte, Konzentrationsstörungen, Herzrasen: Viele Frauen jenseits der 40 leiden unter diesen oder anderen der rund 30 Symptome, die mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht werden. Rund neun Millionen Frauen in Deutschland befinden sich zurzeit in dieser Lebensphase, die meistens zwischen Mitte 40 und Mitte 50 liegt, aber auch früher oder später stattfinden kann und ganz unterschiedlich lange dauert.

Rund ein Drittel der Frauen hat dabei übrigens keine oder nur sehr geringe Beschwerden, ein Drittel aber fühlt sich durch die Symptome schwer beeinträchtigt – und ein weiteres Drittel liegt dazwischen.

Dabei fällt diese Zeit der hormonellen Umstellung, in der mit dem Menstruationszyklus auch die fruchtbare Lebensphase der Frau endet, in eine häufig ohnehin sehr anstrengende und belastete Lebensphase: Die Kinder pubertieren oder sind gerade erwachsen, brauchen aber noch Unterstützung bei ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Gleichzeitig werden die eigenen Eltern pflegebedürftig, und der Beruf fordert Vollgas. Und dann ist da vielleicht noch die Beziehung, die sich jenseits der Elternrolle neu finden oder zumindest organisieren muss.

Obwohl die Wechseljahre inzwischen kein Tabu mehr sind und in vielen Medien darüber berichtet wird, behandeln immer noch viele Frauen sie als Privatsache und versuchen, sich ihre Begleiterscheinungen nicht anmerken zu lassen – besonders im Job. Häufig denken sie bei Symptomen aber auch gar nicht daran, dass sie Folgen der hormonellen Umstellung sein könnten, sondern ordnen sie eher dem täglichen Stress zu. Die meisten verbinden mit Wechseljahren Hitzewallungen. Dass aber insbesondere auch Schlafstörungen und Gewichtszunahme oder auch Gelenkschmerzen hormonelle Ursachen haben ist vielen Frauen nicht bewusst.

Neben dem Besuch in der gynäkologischen Praxis ist es in dieser Lebensphase deshalb besonders wichtig, hausärztlich betreut zu sein. Denn Ihr Hausarzt/Ihre Hausärztin kann Ihnen helfen, die Beschwerden einzuordnen, zu lindern und andere Differenzialdiagnosen bei z.B. Schlafstörungen gemeinsam mit Ihnen beurteilen. Und er oder sie kann die nun besonders wichtigen Vorsorgeuntersuchungen veranlassen und koordinieren. Denn weil beispielsweise der Östrogenspiegel sinkt, steigt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen in diesen Lebensjahren bei Frauen an. Cholesterinspiegel und Blutdruck steigen ebenso wie das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Das sollten Sie im Blick haben.

Sandra Wilsdorf
Sandra Wilsdorf

Sandra Wilsdorf beschäftigt sich als Journalistin vor allem mit Themen aus den Bereichen Gesundheit, Gesundheitspolitik, Medizin und Soziales.

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