Wiederkehrende Hornhautschäden am Auge
Wiederkehrende Hornhautschäden am Auge
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Was sind wiederkehrende Hornhautschäden am Auge?
Definition
Symptome
Es fühlt sich an, als ob sich ein Fremdkörper im Auge befindet. Da nachts die Hornhautzellen anschwellen, kommt es zu Schmerzen und zu Beschwerden beim morgendlichen Öffnen der Augen. Es besteht oft eine Überempfindlichkeit gegen helles Licht, vermehrter Tränenfluss und verschwommenes Sehen. Die Augen sind gerötet. Es kann zu einem Lidkrampf mit unkontrolliertem Blinzeln kommen.
Ursachen
- Diese chronische Augenerkrankung tritt oft als Spätfolge nach einer oberflächlichen mechanischen Verletzung auf, etwa wenn einem ein Zweig ins Gesicht schlägt. Die Verletzung kann bereits eine Zeitlang zurückliegen.
- Weitere Ursachen sind eine genetisch vererbte Hornhauttrübung oder eine Degeneration der Hornhaut, das heißt eine Veränderung im Rahmen der Alterung oder bei Erkrankungen.
- Hornhautschäden können auch nach einer Korrektur von Fehlsichtigkeit auftreten (z. B. durch photorefraktive Keratektomie und Lasik).
- Eine Anfälligkeit für Hornhautschäden besteht bei trockener Luft und Staubpartikeln, bei einem Diabetes mellitus (Zuckererkrankung) und nach vorangegangenen Hornhauterkrankungen.
Häufigkeit
Wiederkehrende Hornhautschäden kommen recht häufig vor. Genaue Daten dazu gibt es allerdings nicht. Das Durchschnittsalter Betroffener liegt bei etwa 45 Jahren, Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männern.
Untersuchungen
Hausarztpraxis
Die Augen werden eingehend untersucht, etwa auf winzige Fremdkörper. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fragt nach Beschwerden wie Schmerzen und verschwommenem Sehen und nach Verletzungen, auch weit zurückliegenden, die sich womöglich erst aktuell bemerkbar machen. Bei einer Verdachtsdiagnose auf Hornhautschäden erfolgt eine Überweisung in eine Augenarztpraxis. Dort können speziellere Untersuchungen vorgenommen werden, so kann etwa auch der Augenhintergrund genau betrachtet werden.
Behandlung
Medikamente
Bei akuten Hornhautschäden werden antibiotikahaltige Tropfen oder Salben gegeben, und es wird ein Augenverband angelegt, der verhindert, dass das Auge geöffnet werden kann. Dieser sollte unbedingt von Fachpersonal angelegt werden, damit die Augenlider wirklich geschlossen bleiben. Kortisonhaltige Tropfen sollten nicht angewandt werden.
Mitunter werden antibiotikahaltige Augentropfen kombiniert mit sog. Verbandlinsen eingesetzt. Das sind spezielle weiche Kontaktlinsen, die als transparenter Augenverband bei Hornhautverletzungen genutzt werden.
Die Gabe von Augenbefeuchtungsmitteln (künstliche Tränen) trägt dazu bei, die Reibung zwischen Hornhaut und Augenlid möglichst gering zu halten.
Eingriffe am Auge
Ggf. gerade bei wiederholten Beschwerden wird das geschädigte Hornhautgewebe zunächst entfernt und dann eine therapeutische Kontaktlinse in Kombination mit antibiotikahaltigen Augentropfen aufgesetzt.
Es können auch winzige Löcher in die Hornhaut gestochen werden (Mikropunktion). Damit soll die Anhaftung der äußeren Hornhautschicht zum Auge verbessert werden.
Eine weitere Möglichkeit ist eine spezialisierte Augenlaserbehandlung, bei der ein Excimer-Laser eingesetzt wird, um erkrankte oder beschädigte Hornhautschichten präzise abzutragen (phototherapeutische Keratektomie). Dies wird nur bei lang anhaltenden oder sehr starken Beschwerden eingesetzt.
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