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Gute Vorsätze zum neuen Jahr
Warum jetzt kein so guter Zeitpunkt für eine Diät ist…

Sandra Wilsdorf
7.2.2025

Kekse und Glühwein in der Adventszeit, Gans, Wein und Kuchen über Weihnachten und dann noch das Silvestermenü: Damit ist nun Schluss! Kein Alkohol, wenig Kalorien und viel Sport stehen ab sofort auf dem Programm!
Der Jahresanfang ist der klassische Moment für gute Vorsätze. Die Medien sind jetzt voll mit Diäten, Sport- und Mentalprogrammen, wie man in ein neues Leben findet.
Aber ist das jetzt wirklich so ein guter Zeitpunkt? Jetzt, wo die Tage immer noch kurz sind, die Energie bei vielen Menschen durch den schon hinter uns liegenden Winter aufgezehrt, man vielleicht geschwächt ist durch eine gerade erst überstandene Erkältung, während die nächste schon im Anflug ist? Es gibt Zeiten, in denen wir uns stärker fühlen, uns die Sonne früher aus dem Bett lockt und abends länger aktiv und draußen sein lässt. In denen wir weniger zu tun haben mit Erkältungs-, Grippe- und Coronaviren und es gleichzeitig auf Märkten und in Gemüseabteilungen mehr Vitaminreiches gibt, das uns zu gesunder Ernährung inspiriert.
Kalendarischer Neuanfang hin oder her: Eine Diät ist jetzt besonders schwer. Und aus medizinischer Sicht auch nicht zu empfehlen. Schon gar nicht, wenn es sich um einseitige Ernährungsweisen handelt, die schnellen Gewichtsverlust versprechen. Eine zuckerreduzierte Kost mit wenig oder keinem Alkohol ist aus medizinischer Sicht tatsächlich sinnvoll. Aber ein Leben mit gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung ist eher ein Marathon – nur viel weniger anstrengend. Denn es muss gar kein Hochleistungssport sein und auch keine Radikaldiät: Schon dreimal die Woche mindestens 30 Minuten Spazieren zu gehen und eine bewusste und vor allem pflanzenbasierte Ernährung führen meist schon dazu, dass sich das Gewicht langsam und kontinuierlich reduziert Versuchen Sie es doch mal mit Nordic Walking. Das gilt als effektives Herz-Kreislauf- und Stoffwechseltraining, bei dem auf gelenkschonende Weise nahezu der ganze Körper trainiert wird.

Sandra Wilsdorf
Sandra Wilsdorf beschäftigt sich als Journalistin vor allem mit Themen aus den Bereichen Gesundheit, Gesundheitspolitik, Medizin und Soziales.
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